31.03.11 | Autor / Redakteur: Manfred Pierl / Claudia Otto

Von Jahr zu Jahr steigt bei den Herstellungskosten für Markenprodukte der Anteil für den Schutz vor Plagiaten und Fälschungen zweistellig. Auch die Verpackung spielt in vielen Fällen eine bedeutende Rolle beim Schutz vor Piraterie. Durch Kennzeichnungen auf der Verpackung können Markenprodukte mithilfe von Auto-ID-Technologien eindeutig identifiziert und so vor Fälschungen geschützt werden. Materialfluss und Produktsicherheit wachsen auf diese Weise zusammen.
In einigen Branchen geht man mittlerweile davon aus, dass jedes zehnte Exemplar einer Produktreihe ein Plagiat oder eine Fälschung ist. Der VDMA schätzt den jährlichen Schaden für den Maschinen- und Anlagenbau auf 6,4 Milliarden Euro.
Richtig ernst wird das Thema, wenn die Gesundheit und das Leben von Mensch und Tier gefährdet werden. Nicht nur im Lebensmittel- und Pharmahandel, sondern auch im Maschinenbau und in der Automobilindustrie kann die Verwendung von Fälschungen lebensbedrohlich sein. Erschwerend kommt hinzu, dass der Verbraucher in vielen Fällen die Fälschung beispielsweise von Ersatzteilen nicht einmal erkennt. Zum Umsatzverlust, den der VDMA mittlerweile auf rund vier Prozent schätzt, kommen so noch zusätzliche Kosten für unberechtigte Wartungs- und Schadensersatzansprüche an die deutsche Industrie hinzu. Das gemeinsame Ziel aller Branchen- und Verbraucherverbände muss es deshalb sein, den Aufwand für die Fälscher weiter nach oben zu treiben. Damit zusätzlich die Aufdeckungsquote steigt, sollten möglichst flächendeckende und automatische Verfahren eingeführt werden. An dieser Stelle sollen erst einmal nur die Möglichkeiten hervorgehoben werden, bei denen die Verpackung von Originalteilen nicht nur als Transportschutz sondern auch als Schutz vor Plagiaten und Fälschungen eingesetzt werden kann.
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