06.01.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Wer seine Wettbewerbsfähigkeit bei langfristig steigenden Energiepreisen sichern will, kann bei der Druckluftversorgung ansetzen. Weniger Leckagen, bessere Netzauslegung, der Einsatz drehzahlgeregelter Kompressoren und die Wärmerückgewinnung sind Stellschrauben, mit denen sich der Energieverbrauch senken lässt. Konkrete Lösungen zeigen die Austeller der Hannover Messe 2009.
Ein möglichst niedriger Energieverbrauch spielt bei der Entscheidung für neue Drucklufttechnik eine besondere Rolle. Bis zu 80% der Betriebskosten während der Lebensdauer einer Kompressorenanlage entfallen nämlich auf die benötigte Energie; Anschaffung und Wartung treten eher in den Hintergrund. Grund genug für die Deutsche Messe Hannover mit der Sonderschau „EnergieEffizienz in Industriellen Prozessen“ auf der Hannover Messe 2009 (20. bis 24. April) die Bedeutung eines niedrigen Energieverbrauchs für die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens zu betonen.
Ein positiver Nebeneffekt innovativer und verbrauchsärmerer Produkte, Lösungen und Verfahren ist dabei die Verringerung des Kohlendioxid-Ausstoßes. Denn bei dem hohen Anteil fossiler Energieträger an der Stromproduktion in Deutschland sinkt mit jeder nicht benötigten Kilowattstunde auch die Menge dieses Treibhausgases, die in die Atmosphäre gelangt.
Während die Sonderschau als zentrale Informationsplattform am Beispiel einer Produktionsanlage zeigt, wo Energieeffizienz im gesamten industriellen Prozess greift, finden die Besucher der Comvac – der internationalen Leitmesse der Druckluft- und Vakuumtechnik – auf den Ständen der Hersteller ganz konkrete Ideen und Exponate rund um die Drucklufttechnik, mit denen sie den Energieverbrauch reduzieren können.
Bereits im Rahmen der EU-Studie „Compressed Air Systems in the European Union“ wiesen Forscher des Karlsruher Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI) darauf hin, dass Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz sowohl Komponenten als auch die Auslegung der Gesamtanlage zur Drucklufterzeugung umfassen müssen. Explizit gelte dies für die folgenden Punkte, so die Karlsruher Wissenschaftler:
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