22.04.2008 | Redakteur: Frank Fladerer

Die deutschen Energieversorger geben mehr Geld für Investitionen aus. Wie Michael Feist, Präsident des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), auf einer Pressekonferenz im Rahmen der diesjährigen Hannover-Messe erklärte, haben die Unternehmen im vergangenen Jahr 6,7 Mrd. Euro investiert. Das waren 1,9 Mrd. Euro mehr als im Jahr 2006.
Besorgt ist der Verband wegen der zurückhaltenden Genehmigung von Kraftwerksbauten. „Fast jedes Kraftwerk wird auf lokaler Ebene bekämpft. Andererseits möchte jeder zuhause über Strom verfügen“, so Feist, der ein energiepolitisches Gesamtkonzept einforderte. Nach Aussage des BDEW müssen bis 2020 Kraftwerkskapazitäten in Höhe von 40 000 MW ersetzt werden.
Feist warnte vor einer Blockadepolitik: „Die Verhinderung des Baus neuer, umweltfreundlicherer Kraftwerke wird dazu führen, dass klimaschädlichere, alte Kraftwerke länger laufen.“
Der Verband spricht sich für die Integration von erneuerbaren Energien in die Strom- und Wärmeversorgung aus. „Es gibt keinen perfekten einzelnen Energieträger. Deshalb müssen die Erzeugungsarten sachlich bewertet und kombiniert werden.“
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft BDEW, Halle 13, Stand C21
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 252911)