Hannover-Messe 2008

Der Name Schneider Electric soll präsenter werden

21.04.2008 | Redakteur: Reinhold Schäfer

Clemens Blum, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schneider Electric GmbH, Ratingen: „Der Kunde will uns als Lösungsanbieter erkennen.“ Bild: Schäfer

Weil die Kunden weniger nach Produkten, sondern verstärkt nach Lösungsanbietern suchen, will sich Schneider Electric GmbH, Ratingen, verstärkt in diese Richtung entwickeln. Dies erläuterte Clemens Blum, Vorsitzender der Geschäftsleitung, auf der Hannover-Messe 2008.

Dazu sei es aber notwendig, viele der derzeit 120 Marken, die das Unternehmen Schneider Electric ausmachen, „abgestuft, und abhängig vom lokalen und internationalen Bekanntheitsgrad“ durch den Namen Schneider Electric zu ersetzen. So werde beispielsweise das Unternehmen Berger Lahr zu Schneider Electric Motion und Merlin Gerin zu Schneider Electric. Dabei sollen die Produkte erhalten bleiben, die bisherigen Markennamen aber abgelöst werden. Dies soll mit 80% der aufgekauften Markennamen geschehen.

Das Unternehmen hatte, wie es weiter heißt, im Jahr 2007 ein Rekordwachstum zu verzeichnen: Der Umsatz stieg, wie Blum auf der Hannover-Messe betonte, um 26,1% auf 17,309 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Jahr 2003 habe man den Umsatz verdoppeln können. Organisch wachsen konnte das Unternehmen um 13,9%.

Wachstumsländer tragen deutlich mehr zum Umsatz bei

Dies vor allem getragen durch Geschäfte in den Wachstumsländern, die mit 20% zu diesem Ergebnis beitrugen. Neuakquisitionen – namentlich APC, GET und Pelco – trugen mit 2,154 Mrd. Euro zum Umsatz bei. Dies sind 15,7% des Gesamtumsatzes.

Für dieses Jahr rechnet das Unternehmen laut Blum mit einem organischen Wachstum „ zwischen 6 und 8%“. Vom Gesamtumsatz werden laut Blum 32% in den Wachstumsländern und 20% im Geschäftsfeld Energieeffizienz getätigt.

Energieeffizienz beginnt mit dem Erfassen des Energieverbrauchs

„Der Schlüssel bei Energieeinsparungen ist das Messen und Erfassen“, sagt Blum. Das Einsparpotenzial liege bei vielen Betrieben bei 10 bis 20%, in Einzelfällen bis 40%.

Leider sei es häufig so, dass der Mittelstand über den Einkauf versuche einzusparen, dies habe aber häufig nichts mit Energieeinsparung zu tun. Nur bei Unternehmen, deren Stromkosten größer als 5% der Gesamtkosten seien, kümmert sich Blum zufolge jemand um Energieeinsparmöglichkeiten.

Bei einem goßen Automobilhersteller gab es Blum zufolge einen interessanten Effekt. Allein nach der Installation von Energieerfassungsgeräten ging der Energieverbrauch zurück, weil viele Mitarbeiter sich nun bewusst Gedanken machten, Energie einzusparen.

Schneider Electric GmbH auf der Hannover-Messe 2008: Halle 11, Stand C29

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