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VEA diagnostiziert geringe Veränderungen bei Netznutzungsentgelten

02.09.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier

VEA-Geschäftsführer Dr. Volker Stuke: „Die Arbeitsplätze in den Unternehmen sind durch die steigenden Energiekosten hochgradig gefährdet.“

Eine Analyse des Bundesverbandes der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) offenbart leichte Senkung, aber auch große regionale Unterschiede der Netznutzungsentgelte.

Die zweite Genehmigungsrunde führt nur noch zu geringen Senkungen bei den Netznutzungsentgelten für die Durchleitung von Strom. Zu diesem Schluss kommt der Bundesverband der Energie-Abnehmer e.V. (VEA) in seiner jüngsten Untersuchung der Marktsituation in Deutschland auf Basis der Netzentgelte von 860 Netzbetreibern.

„In der Mittelspannung sind die Durchleitungsgebühren in den letzten sechs Monaten lediglich um durchschnittlich 2,1% oder 0,06 Ct/kWh und in der Niederspannung sogar nur um 1,5% oder 0,08 Ct/kWh gesunken“, erläutert Dr. Volker Stuke, Geschäftsführer des VEA, die Entwicklung. Immer noch seien die Preisunterschiede zwischen den einzelnen Netzbetreibern gewaltig. „Abweichungen von mehr als 200 Prozent zwischen einzelnen Versorgern zeigen deutlich, dass immer noch erhebliches Einsparpotenzial bei einer Vielzahl von Betreibern vorhanden ist. Insbesondere in den neuen Bundesländern sind die Netzkosten deutlich höher als im Rest Deutschlands.“

VEA-Geschäftsführer mahnt Einführung der Anreizregulierung an

Die Einführung der Anreizregulierung im kommenden Jahr sei mehr als überfällig, so der VEA-Geschäftsführer. „Immer noch gibt es für die Netzbetreiber genügend Möglichkeiten, sich ihre ineffizienten Strukturen von den Kunden bezahlen zu lassen. Und ohne einen kostengünstigen Netzzugang können die neuen Anbieter auf dem deutschen Strommarkt den Kunden keine wettbewerbsfähigen Angebote unterbreiten.“

Nach Überzeugung des Verbandes wachsen die ohnehin schon hohen Belastungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland. „Die Arbeitsplätze in den Unternehmen sind durch die steigenden Energiekosten hochgradig gefährdet“, zeigt sich Stuke besorgt.

Weiter Informationen zum Thema finden Sie in den VEA-Mitteilungen auf unserer Homepage.

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