20.04.2009 | Redakteur: Udo Schnell

Trotz der schwierigen Wirtschaftslage und des sinkenden Energieabsatzes investiert die Energiebranche in den Wirtschaftsstandort Deutschland und will auch weiter investieren. Allein in diesem Jahr seien Investitionen von etwa 12,4 Mrd. Euro geplant, sagte Hildegard Müller, Vorsitzende der Hauptgeschäftsführung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), zu Beginn der Hannover-Messe 2009.
„Allein in die Modernisierung und den Neubau der Stromerzeugungsanlagen wollen die deutschen Energieunternehmen im laufenden Jahr rund 5,4 Mrd. Euro investieren“, erklärte Müller. Außer den Kraftwerken seien in diesem Jahr weitere Investitionen von etwa 2 Mrd. Euro in die Gasnetze und rund 3,3 Mrd. Euro in die Stromnetze geplant. Dieses Engagement der Energiewirtschaft in neue Investitionen sei um so höher zu werten, so Müller, als es gegen den allgemeinen wirtschaftlichen Trend läuft.
Denn auch die deutsche Energiewirtschaft bekommt die Auswirkungen der Krise zu spüren. Der Strom- und Gasverbrauch ist im ersten Quartal 2009 nach ersten Schätzungen des BDEW um etwa 5% gesunken. Dies sei vor allem auf den rückläufigen Industrieabsatz zurückzuführen, so Müller. Die Produktionseinbußen in energieintensiven Branchen hätten bereits seit Oktober 2008 zu einem niedrigeren Energiebedarf in Deutschland geführt.
„Wir gehen derzeit davon aus, dass der Gas- und Stromabsatz im ersten Quartal 2009 allein in der Industrie um mehr als 10% zurückgegangen ist“, erklärte Müller. Auch das im Vergleich zum Vorjahr kühlere Wetter im Januar und Februar habe diesen Abwärtstrend beim Verbrauch nicht stoppen können.
Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. (BDEW) auf der Hannover-Messe 2009: Halle 13, Stand C21
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