Hannover-Messe 2007

Windkraftbranche weitet Angebot auf weltgrößter Industriemesse aus

26.02.2007 | Redakteur: Jürgen Schreier

Berlin/Hannover (js) – Die Deutsche Messe AG, der Bundesverband WindEnergie (BWE) und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) haben eine engere Zusammenarbeit auf der Hannover-Messe

Berlin/Hannover (js) – Die Deutsche Messe AG, der Bundesverband WindEnergie (BWE) und der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) haben eine engere Zusammenarbeit auf der Hannover-Messe beschlossen. Wie Messe und Verbände heute in Berlin bekannt gaben, sollen die Themen Erneuerbare Energien und insbesondere Windenergie mehr Raum als bisher auf der weltweit größten Industrie-Messe einnehmen. In den ungeraden Jahren ab 2007 bildet im Messe-Bereich ENERGY-Renewables die Windenergie einen Schwerpunkt, in den geraden Jahren stehen andere Themen aus dem gesamten Bereich der erneuerbaren Energien im Mittelpunkt.

Hermann Albers, Vizepräsident des BWE: „Die Wachstumsraten in der Windkraftindustrie sind enorm. Weltweit erschließen sich immer mehr neue Märkte. Eine engere Kooperation mit der weltweit größten Industrie-Messe ist daher nur konsequent.“ Wurden 2005 weltweit noch Windkraftanlagen mit einer Leistung von insgesamt 11500 MW aufgebaut, waren es 2006 schon über 15000 MW. Für 2007 rechnet der BWE weltweit mit einer neu installierten Leistung von 19000 MW, was einem Hersteller-Umsatz von rund 19 Mrd. Euro entspricht.

Albers: „Deutsche Hersteller haben einen Weltmarktanteil von über einem Drittel und exportieren über 70% der in Deutschland produzierten Anlagen und Bauteile. Deutschland hat hier einen Technologievorsprung, den wir uns nicht nehmen lassen wollen.“

Mittlerweile produzieren in Deutschland Windkraftanlagen 30,5 Mrd. kWh Strom, das sind 5,1% des deutschen Strombedarfs. International liegt Deutschland mit 20622 MW Windenergie an der Spitze. Dahinter folgen Spanien mit 11615 MW, die USA mit 11603 MW und Indien mit 6270 MW.

Aber auch andere Länder holen auf: China, das mittlerweile über 2604 MW Windleistung verfügt und allein 2006 seinen Anlagen-Bestand mehr als verdoppelt hat (plus 104%); Frankreich 1567 MW ( plus 68%); Portugal 1716 MW (plus 69%). Langfristig nimmt das Wachstum weiter enorm zu. Je nach Studie beträgt 2020 der jährliche Neubau zwischen 100000 und 150000 MW (100 bis 150 Mrd. Euro).

Mit einer Leistung von 1245 GW im Jahr 2020 und einer Stromproduktion von 3054 Mrd. kWh wird die Windenergie 15% des Weltstromverbrauchs decken.

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