16.03.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Die Universität Regensburg entwickelt ein System, mit dem sich ein Computer direkt mit den Augen steuern lässt. Anwendungen für die so genannte Bright-Eyes-Technologie werden unter anderem in der IT-Sicherheit, aber auch im E-Learning-Bereich gesehen.
Blickbewegungsanalysen werden heutzutage nicht selten mit so genannten Eye-Tracking-Systemen durchgeführt. Dabei geht es darum, mithilfe entsprechender technischer Hilfsmittel die Augen- oder die Blickbewegungen einer Testperson aufzuzeichnen und hinsichtlich verschiedener Fragestellungen auszuwerten. Eye-Tracking kommt daher häufig bei Marktforschungsanalysen zur Wirksamkeit von Werbekampagnen oder auch bei Untersuchungen zur Benutzerfreundlichkeit von Internetseiten zum Einsatz.
Eye-Tracking-Systeme können darüber hinaus aber auch für die Steuerung von Computern eingesetzt werden. Mit „Bright Eyes“ haben Prof. Dr. Christian Wolff, Dr. Ludwig Hitzenberger und ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vom Fachgebiet Medieninformatik der Universität Regensburg in Kooperation mit der Universität in Erlangen-Nürnberg (Lehrstuhl für Mustererkennung, Prof. Elmar Nöth) einen Prototyp entwickelt, bei dem das Blickverhalten eines Computer-Nutzers in Echtzeit analysiert und für eine dynamische Systemanpassung am Bildschirm genutzt wird.
Der Computer sieht oder „weiß“, was der Benutzer gesehen, und was er nicht gesehen hat. Darais zieht er dann sofort praktische Konsequenzen, indem er das Systemverhalten und die Informationspräsentation dementsprechend anpasst.
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