01.02.2007 | Redakteur: Barbara Schulz

Stuttgart (bs) – Die Bosch-Gruppe konnte im vergangen Jahr ihren weltweiten Umsatz um mehr als 5% auf 43,7 Mrd. Euro steigern. Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilt, wurde damit das für 2006 gesetzte Ziel erreicht. Die Rendite sei hingegen leicht rückläufig gewesen. Das Ergebnis vor Steuern liege voraussichtlich am unteren Rand des Zielkorridors von 7% bis 8% vom Umsatz.
Wachstumstreiber waren laut Bosch erneut die Region Asien/Pazifik und die Unternehmensbereiche Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik sowie Industrietechnik. „Unsere langfristige Strategie zahlt sich aus. Wir konnten unsere Präsenz in Asien deutlich ausbauen und unsere Geschäfte außerhalb der Kraftfahrzeugtechnik kräftig steigern“, sagte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung, bei der Vorlage der vorläufigen Geschäftszahlen für das Jahr 2006 in Stuttgart.
Alle Unternehmensbereiche der Bosch-Gruppe leisteten im Jahr 2006 einen positiven Wachstums- und Ergebnisbeitrag – allerdings mit sehr unterschiedlicher Dynamik, so Bosch. Der Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik, mit 62% Umsatzanteil die größte Säule bei Bosch, legte dabei um 3,5% auf knapp 27,2 Mrd. Euro zu. Ohne Konsolidierungseffekte sei es ein Prozentpunkt weniger. Das höchste Wachstum verzeichnete den Angaben zufolge aber der Unternehmensbereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik. Hier stieg der Umsatz um rund 10% auf nahezu 11 Mrd. Euro.
Auch der Unternehmensbereich Industrietechnik hätte sich mit einem Zuwachs von mehr als 7% positiv entwickelt. Ausgewiesen werde jedoch ein Umsatzplus von gut 5% auf 5,5 Mrd. Euro, weil das Bremsscheibengeschäft auf den Unternehmensbereich Kraftfahrzeugtechnik übergegangen ist.
Regional legte Bosch vor allem in Asien mit einem Plus von 13% zu. In China und in Indien stieg der Bosch-Umsatz dem Unternehmen zufolge sogar um deutlich mehr als 20%. Moderater stiegen hingegen die Umsätze in Nordamerika (+4,5%) sowie in West-Europa (+3%).
Entsprechend dem Ausbau der regionalen Geschäfte entwickelte sich auch die Anzahl der Mitarbeiter in der Bosch-Gruppe: Ende 2006 waren laut Bosch rund 260 000 Mitarbeiter bei Bosch beschäftigt – nach 251 000 im Jahr 2005. In Deutschland blieb die Zahl der Mitarbeiter bei rund 110 000 stabil.
Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung hätten 2006 3,3 Mrd. Euro oder umgerechnet 7,6% vom Umsatz betragen – nach 7,4% im Jahr 2005. „Wir erbringen weiterhin erhebliche Vorleistungen für Innovationen und zukünftiges Wachstum. Dies setzt jedoch ein auf Dauer solides Ertragsniveau voraus“, so Fehrenbach.
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