03.08.2010 | Redakteur: Bernhard Kuttkat

Abwasser, das nicht in die Kanalisation eingeleitet werden darf, wird häufig von spezialisierten Unternehmen abgeholt und fachgerecht entsorgt. Das ist unkompliziert. Doch genau an dieser Stelle gibt es erhebliche Einsparpotenziale.
Bei hausinterner Aufbereitung lassen sich mehr als 70% Kosten einsparen, weiß Jochen Freund, Keiter Produkt – und Absatzentwicklung der H2O GmbH in Steinen: „Wer beispielsweise jährlich 2000 m³ industrielle Abwässer aufbereitet statt entsorgt kann in zehn Jahren mehr als 1 Mio. Euro einsparen. Somit rechtfertigt das Einsparpotential in fast allen Fällen Investitionen in Wasseraufbereitungsanlagen.“
Aber welche Aufbereitungsanlage ist die Richtige? Am Markt gibt es viele Anbieter, die unterschiedliche Technologien anbieten, alle mit spezifischen Stärken und Schwächen. Die Vielfalt des Angebots macht die Auswahl schwierig. Die am häufigsten angewandten Verfahren für die Aufbereitung von industriellem Prozesswasser sind chemisch-physikalische Spaltanlagen, Membrananlagen und Vakuumdestillationsanlagen.
In chemisch physikalischen Anlagen wird das Prozesswasser in geeigneter Reihenfolge mit Chemikalien versetzt, so dass die Verunreinigungen als Feststoffe ausfallen. Die Feststoffe werden abfiltriert und entsorgt. Alternativ oder ergänzend werden Verunreinigungen über Ionentauscherkolonnen abgetrennt. Das Filtrat kann in der Regel in die Kanalisation eingeleitet werden.
In Membrananlagen wird das Prozesswasser über wasserdurchlässige Membranen filtriert. Die Verunreinigungen werden zurückgehalten und in flüssiger Form entsorgt. Das Filtrat kann in der Regel in die Kanalisation eingeleitet werden.
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