31.08.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

Der dänische Danfoss-Konzern ist im ersten Halbjahr 2009 deutlich in die Verlustzone gerutscht. Beim Umsatz gab es zwar einen Zuwachs, allerdings ausschließlich aufgrund von Wechselkurseffekten, wie das Unternehmen am Montag mitteilt. Auch für das Gesamtjahr rechnet Danfoss mit einem deutlichen Verlust.
Der Umsatz lag im ersten Halbjahr 2009 den Angaben zufolge bei 12,5 Mrd. Dänischen Kronen, was einem Plus von 10% entspricht. Bereinige man jedoch die Wechselkurseffekte, ergebe sich ein Minus von 20%. Im ersten Halbjahr 2008 hatte Danfoss noch ein Umsatzplus von 6% verzeichnet.
Das Ergebnis vor sonstigen Aufwendungen und Erträgen ergab ein Minus von 660 Mio. Kronen. Im ersten Halbjahr 2008 konnte noch ein Überschuss von 693 Mio. Kronen erwirtschaftet werden, wie es heißt. Das Ergebnis für Danfoss vor sonstigen Aufwendungen und Erträgen (ohne Sauer-Danfoss) betrage –305 Mio. Kronen.
Das operative Ergebnis (EBIT) lag bei –1,25 Mrd. Kronen. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres war es noch ein Plus von 697 Mio. Kronen, wie Danfoss mitteilt. Der operative Gewinn (EBIT) ohne Sauer-Danfoss liege bei –767 Mio. Kronen im Vergleich zu 697 Mio. Kronen im Jahr 2008. Der Gewinn vor Steuern zeigte einen Fehlbetrag von 1,457 Mrd. Kronen, während das Ergebnis nach Steuern einen Verlust von 1,032 Mrd. Kronen ergab, heißt es.
Für das Gesamtjahr 2009 erwartet Danfoss jetzt einen Umsatz im Bereich von 24 bis 25 Mrd. Kronen. Das EBIT werde voraussichtlich –1,6 bis –1,9 Mrd. Kronen betragen; ohne Sauer-Danfoss wahrscheinlich –0,4 bis –0,8 Mrd. Kronen. Vor Steuern rechnet Danfoss mit 2,0 bis 2,3 Mrd. Kronen Verlust.
„Das erste Halbjahr 2009 war genauso schwierig, wie wir es erwartet hatten. Wir sind weitgehend im Plan“, sagte Niels B. Christiansen, Vorstandsvorsitzender und CEO von Danfoss. Trotz des beträchtlichen Defizits sehe er das Unternehmen aber auf dem richtigen Weg. „Frühere Restrukturierungsmaßnahmen und die Initiativen, die im Moment durchgeführt werden, um dem weltweiten Abschwung zu begegnen, werden nicht vor dem Jahr 2010 Wirkung zeigen. Da die Krise unserer Auffassung nach noch geraume Zeit andauern wird, konzentrieren wir uns auf unsere langfristige Wettbewerbsfähigkeit“, erläuterte Christiansen weiter.
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 316332)