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Aaberg-Absaugung

Ausströmende Luft kann Absauganlagen verbessern

| Redakteur: Florian Stocker

Peter Hollenbeck präsentierte auf einer internationalen Konferenz in Shanghai Ergebnisse seiner Forschungsarbeit.
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Peter Hollenbeck präsentierte auf einer internationalen Konferenz in Shanghai Ergebnisse seiner Forschungsarbeit. (Bild: Peter Hollenbeck)

Peter Hollenbeck untersucht in seiner Doktorarbeit Absaugvorgänge nach dem sogenannten „Aaberg-Prinzip“. Auf den internationalen Konferenzen „Ventilation2015“ in Shanghai und der „Roomvent 2014“ in São Paulo stellte er nun seine Forschungsergebnisse vor.

Dicke Dampfschwaden wabern aus dem Topf, die Dunstabzugshaube läuft auf höchster Stufe – dennoch zieht ein Teil des Dunstes am Küchenabzug vorbei. Den Grund hierfür kennt Peter Hollenbeck vom Fachbereich Energie · Gebäude · Umwelt sehr genau: „Optimal wäre es, die Dunstabzugshaube so dicht wie möglich über dem Topf anzubringen“, erklärt Hollenbeck. Denn je größer der Abstand, umso weniger der verschmutzten Luft, des Wasserdampfes oder der Geruchsstoffe wird von dem Luftstrom in die Absauganlage gezogen. Wenn die Abzugshaube so tief montiert wäre, könnte der Koch nicht mehr sehen, was im Topf passiert. „Dieses Problem gilt für viele Absaugvorgänge. Ob in der Industrie oder in der Küche – häufig muss der Abstand der Absauganlage zur Schadstoffquelle groß sein, um die Bewegungsfreiheit für den Arbeiter zu gewährleisten.“ Abhilfe bei dieser Problematik schafft die nach seinem Erfinder benannte Aaberg-Absaugung. Durch einen Zuluftstrom, der radial – also um die Ansaugöffnung herum – ausströmt, erhöht sich die Geschwindigkeit der abgesaugten Luft deutlich. „Dadurch entsteht eine gerichtete Absaugung und der Wirkungsbereich lässt sich im Vergleich zu einer konventionellen Anlage bis auf das 10-fache erhöhen“, erklärt Hollenbeck.

Neue Erkenntnisse durch moderne Analysemethoden

Der Bereich, aus dem abgesaugt wird, wird laut Hollenbeck von vielen Faktoren beeinflusst. Deshalb untersucht er, wie sich diese Faktoren auf die Größe des Absaugbereiches auswirken. Im Labor für Raumluft- und Kältetechnik erforscht er den Absaugvorgang mit Luft, die mit Partikeln angereichert wurde. Mithilfe eines Laserstrahls und Kameras lässt sich die Bewegung der Partikel messen, die er dann am Computer auswertet. Die Ergebnisse fließen in seine Promotion ein, die Prof. Dr. Bernd Boiting von der FH Münster und Prof. Dr. Klaus Görner von der Universität Duisburg-Essen betreuen.

Das Interesse an den Ergebnissen seiner Forschungsarbeit ist international auf große Resonanz getroffen. Auf der Konferenz „Ventilation2015“ in Shanghai wurde sein Beitrag aus 125 eingereichten Beiträgen mit dem „Best Paper Award“ ausgezeichnet.

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