04.08.11 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier

Noch läuft die Konjunktur in der bayerischen Metall- und Elektroindustrie prächtig. Allerdings lässt der Schwung inzwischen nach. Dies belegen die Ergebnisse der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber Bayme/VBM.
Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt präsentierte in München das Ergebnis der halbjährlichen Umfrage der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber Bayme/VBM unter ihren Mitgliedsbetrieben: „Durch die positive Entwicklung befindet sich die bayerische M+E-Industrie bereits jetzt wieder auf Vorkrisenniveau. Die Umfrage zeigt jedoch, dass der Schwung etwas nachlassen wird. Spätestens im kommenden Jahr erwarten wir eine konjunkturelle Abkühlung in der bayerischen M+E-Industrie.“
Die Umfragergebnisse zeigen, dass die Metall- und Elektroindustrie in Bayern das Vorkrisenniveau wieder erreicht haben. Damit wurde im zweiten Quartal 2011 in den Unternehmen der Branche wieder soviel produziert wie im ersten Halbjahr 2008.
Die aktuelle Konjunkturumfrage unter den Mitgliedsbetrieben macht deutlich: Die wirtschaftliche Lage in der bayerischen M+E-Industrie ist derzeit sehr gut. Damit fällt die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage so gut aus wie noch nie seit Beginn der Umfrage im Jahr 2000. Und, diese Einschätzung gilt gleichermaßen für das Inlandgeschäft wie für den Export.
Die nähere Betrachtung der Ergebnisse zeigt, dass sich die positive Lagebeurteilung durch fast alle Branchen der bayerischen M+E-Industrie zieht. Besonders gut stellt sich die Lage in der Automobil- und Zulieferindustrie dar. Skepsis hingegen macht sich im Sonstigen Fahrzeugbau, im Automotivebereich und auch bei Herstellern von Metallerzeugnissen und elektrischen Ausrüstungen breit.
Was die Produktions- und Investitionspläne der Unternehmen angeht, so sind die Unternehmen weiterhin auf einem expansivem Kurs. 41% der Firmen rechnen mit einem höheren Output in den kommenden Monaten.
In Sachen Investition wollen deutlich mehr als die Hälfte der Unternehmen ihre Aktivitäten ausweiten. Dabei sind die Prioritäten klar gesetzt: der größte Teil der geplanten Investitionen betreffen Erweiterungsmaßnahmen, gefolgt von Ersatzbeschaffungen (24,5%) und Rationalisierungsmaßnahmen (21,0%).
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