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Energiespeicher

Zentrum für Batterieforschung Dresden expandiert

| Redakteur: Stéphane Itasse

Beschichtung von Elektroden im Rolle-zu-Rolle-Verfahren: Die Forscher haben jetzt das Design von Anode und Kathode für Lithium-Schwefel-Batterien optimiert.
Beschichtung von Elektroden im Rolle-zu-Rolle-Verfahren: Die Forscher haben jetzt das Design von Anode und Kathode für Lithium-Schwefel-Batterien optimiert. (Bild: Jürgen Jeibmann/Fraunhofer-IWS Dresden)

Das Zentrum für Batterieforschung in Dresden kann einen weiteren Erfolg vermelden. 8 Mio. Euro Fördermittel des Bundes fließen in den nächsten drei Jahren in die Landeshauptstadt, um die Forschung und Entwicklung für elektrische Energiespeicher voranzutreiben, wie das Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) mitteilt.

Mit den vom Bund bereitgestellten Mitteln können 72 Personenjahre (864 Personenmonate) Wissenschaftler an mehreren außeruniversitären Forschungseinrichtungen und der TU Dresden finanziert werden, heißt es weiter. Das Verbundvorhaben werde vom Fraunhofer-IWS Dresden, Prof. Dr.-Ing. habil. Eckhard Beyer, koordiniert.

Kobaltfreie Lithium-Ionen-Zellen und Lithium-Schwefel-basierte Zellen im Fokus

Im Mittelpunkt des vom BMBF geförderten und vom Projektträger Jülich betreuten Projektes Bamosa (Batterie - mobil in Sachsen) stehe die Entwicklung von Materialien und Fertigungskonzepten für kobaltfreie Lithium-Ionen-Zellen sowie die Entwicklung von neuen Materialien und Zellkonzepten für Lithium-Schwefel-basierte Zellen. Die Arbeiten würden in drei instituts- und einrichtungsübergreifenden Forschergruppen durchgeführt und widmeten sich den Themen Zellmorphologie, Zelldesign und -analytik sowie Zellprozessierung. Die Ergebnisse sollen in drei Industrievorhaben validiert werden.

Mit dem Verbundprojekt Bamosa werde die Kooperation der Dresdner Fraunhofer-Institute mit der TU Dresden, den Leibniz-Instituten IFW und IPF sowie mehreren Forschungs-GmbHs ausgebaut. So könnten Themen multidisziplinär bearbeitet und direkt in die Industrie transferiert werden. Die deutschen und insbesondere sächsischen Unternehmen würden an den neuen Erkenntnissen im Bereich der Batterieforschung partizipieren, die ihnen unmittelbar und umfassend zur Verfügung stehen. Darüber hinaus führe die Integration von Doktoranden aus natur- und ingenieurwissenschaftlichen Fachrichtungen in die Forschergruppen zur Ausbildung dringend notwendiger Fachkräfte im Bereich der Batterieentwicklung. Das stärke die Unternehmen am Standort Deutschland zusätzlich.

Batterieforschung wird von der Politik stark unterstützt

Der Wandel von der durch fossile Energieträger geprägten Mobilität hin zur Elektromobilität gehört weltweit zu den bedeutendsten Herausforderungen. Deutschland will zum Leitanbieter von Elektrofahrzeugen werden. Bis 2020 sollen mindestens 1 Million Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Deshalb ist es das Ziel der BMBF-Fördermaßnahme „Excellent Battery“, exzellente Batterieforschungsaktivitäten in Deutschland deutlich zu steigern, die Zahl der Batterieforscher zu erhöhen und eine Intensivierung des Transfers der F&E-Ergebnisse in die industrielle Anwendung zu erreichen.

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