26.08.2009 | Autor / Redakteur: Manfred Hofmann / Reinhold Schäfer

Für die Entwicklung einer Sondermaschine ist außer solidem Maschinenbau-Know-how aktuelles Wissen über Elektronik und Steuerungstechnik des Automatisierungspartners gefragt. Kann dabei auf Techniken zurückgegriffen werden, die sich in anderen Maschinen bewährt haben, lassen sich Sondermaschinen schnell und kostengünstig verwirklichen.
Ein gutes Beispiel für die konstruktive Entwicklungszusammenarbeit sind die KSL Keilmann Sondermaschinenbau GmbH in Lorsch und die Eckelmann AG, Wiesbaden. KSL Keilmann entwickelt Nähsysteme und Automatisierungstechnik für die Verarbeitung technischer Textilien. Das Maschinenbauunternehmen verwendet in vielen seiner Standardprodukte Maschinensteuerungen (CNC) von Eckelmann.
Als Hersteller von Maschinensteuerungen (CNC) und Steuerungspartner des Maschinen- und Gerätebaus verfügt die Eckelmann AG über langjährige Erfahrung im Bereich der Steuerungen für die Textilherstellung und -verarbeitung. Das Anwendungsspektrum der CNC (Computerized Numerical Control) des Unternehmens aus Wiesbaden ist aber breiter und umfasst unter anderem Lösungen für die Lasermaterialbearbeitung, das Schneiden oder die Elektronikproduktion.
Außer Standardanwendungen sind im Metier von KSL Keilmann immer wieder Sonderlösungen gefordert, die als echte Unikate für Kunden maßgefertigt oder nur in geringen Stückzahlen produziert werden. Der Artikel stellt eine solche Sondermaschine für einen Automobilzulieferer vor.
Die Maschine besteht im Wesentlichen aus zwei Nähköpfen, mit denen an den Seiten von Sonnenschutzrollos synchron Bänder aus Metall eingenäht werden. Bislang musste dieser Produktionsschritt von Hand ausgeführt werden. Der Nähautomat arbeitet nun doppelt bis dreimal so schnell und präziser als von Hand (Bild 1).
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