18.12.2009 | Autor / Redakteur: Kristof Schlemmer und Hubertus Murrenhoff / Josef-Martin Kraus

Zur Auslegung hydraulischer Servoantriebe ist ein Experte erforderlich – oder eine Software, die Projekteure von der Projektspezifikation bis zur Reglerkonzeptionierung unterstützt. Bei diesem Assistenzsystem ist der Lösungsweg nicht festgelegt, er wird vom System selbst gesucht.
Der Entwurf servohydraulischer Linearantriebe ist aufgrund ihrer Komplexität eine Herausforderung – insbesondere für auf diesem Gebiet unerfahrene Projekteure (Bild 1). Selbst innerhalb von Firmen, die geregelte hydraulische Antriebe und Systemlösungen anbieten, variiert der anwendungs- und regelungstechnische Wissens- und Erfahrungsstand deutlich.
Die Qualität einer Lösung beziehungsweise der Aufwand, der dafür betrieben wird, ist daher stark vom jeweiligen Bearbeiter abhängig. Dazu kommt, dass fehlende, unpräzise oder unrealistische Vorstellungen und Vorgaben des Anwenders diesen Vorgang erschweren. Außerdem setzen existierende Hilfsmittel wie Konfigurations- oder Simulationssoftware ein beachtliches Maß an Fachwissen für einen effektiven Einsatz voraus.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts am Institut für fluidtechnische Antriebe und Steuerungen (IFAS) der RWTH Aachen wurde vor diesem Hintergrund das interaktive Expertensystem „Hydraulic Drive Design Assistant“ (HYDDAS) entwickelt. Diese wissensbasierte Auslegungssoftware erleichtert dem unerfahrenen Anwender die Projektierung geregelter hydraulischer Linearantriebe, indem sie ihn durch den Prozess leitet und bei folgenden Aufgaben unterstützt:
Die im Bereich der Servohydraulik existierende Expertise wird so gesichert und in verständlicher Form verfügbar gemacht. Dadurch können in der modernen hydraulischen Regelungstechnik lange Einarbeitungsphasen deutlich verkürzt und immer wieder auftretende Fehler vermieden werden.
»1 »2 »3 »4 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 325257)