20.05.2010 | Redakteur: Reinhold Schäfer

Es geht wieder aufwärts. Die SKF-Gruppe, die auch in der Krise im vergangenen Jahr trotz eines Umsatzrückganges von 63 auf 56 Mrd. SEK (etwa 5,9 Mrd. Euro) noch einen Gewinn von 3,2 Mrd. SEK (etwa 316 Mio. Euro) ausweisen konnte, verspricht sich für 2010 wieder einen deutlichen Umsatzzuwachs.
Tom Johnstone, Vorstandsvorsitzender der SKF-Gruppe in Göteborg/Schweden erläutert: „Schon im ersten Quartal hat es Umsatzzuwächse in Europa, Asien und Lateinamerika gegeben. Nur in Nordamerika gab es keine Besserung. Für das zweite Quartal sehen wir auch dort einen Aufwärtstrend.Für den Raum Asien und Lateinamerika erwarten wir sogar eine recht kräftige Umsatzzunahme.“
„Nachdem 2009 die Umsatzredite im vergangenen Jahr auf 5,7% gesunken war, sind wir auf dem Weg zu den angestrebten 12%“, so Johnstone. Im ersten Quartal lag die Umsatzrendite bei 11,8%. Einen erheblichen Anteil haben hier die neuen Märkte in Indien und China. „In Indien haben wir in bestimmten Bereichen im Vergleich zum vergangenen Jahr wieder Umsatzzuwächse von 50%“, sagt Johnstone.
Johnstone sieht seine vor fünf Jahren eingeführte Plattformstrategie als einen wesentlichen Grund für diesen Erfolg. Insgesamt habe man dazu seit 2003 25 Mrd. SEK (etwa 2,6 Mrd. Euro) für neun neue Fabriken, 20 Akquisitionen und Ausgaben für Forschung und Entwicklung investiert.
„Wir halten es für außerordentlich wichtig, in die Zukunft zu investieren, in Umwelttechnik, Kerntechnologien und neue Produkte“, sagt Johnstone. Dabei kommt die Umwelt nicht zu kurz: „SKF hat den Anspruch, den CO2-Ausstoß jährlich um 5% zu senken. In Schweinfurt konnten wir ihn 2008 sogar um 19,9% und 2009 um 15,4% reduzieren“, erzählt Manfred Neubert, Geschäftsführer der SKF GmbH in Schweinfurt.
Allerdings blieb SKF nicht ganz von der Krise verschont. Man musst sich im vergangenen Jahr von 4900 Mitarbeitern trennen und hat nun weltweit 41172 Betriebsangehörige. In Deutschland konnte SKF aufgrund der Möglichkeit, Kurzarbeit einzuführen, fast alle Mitarbeiter halten. Die Mitarbeiterzahl sank hier lediglich von 6802 auf 6409.
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