20.05.2010 | Autor / Redakteur: Marco Walz / Bernd Maienschein

Die Energiekosten sind einer der größten Kostenfaktoren in der Intralogistik mit großem Einsparpotenzial. Es gibt viele Möglichkeiten, durch die richtige Zusammensetzung der Produkte sowie die präzise Auslegung und Dimensionierung der Antriebe nachhaltig Kosten zu senken.
Um durch effiziente Antriebslösungen die Energiekosten signifikant zu senken, sind drei Grundsätze zu beachten: die intelligente Bereitstellung von Energie, etwa durch Nutzung geregelter Antriebe, der Einsatz von Komponenten mit hohem Wirkungsgrad und die Nutzung von Bremsenergie (generatorischer Energie).
Zunächst einmal geht es darum, nur so wenig Energie einzusetzen wie möglich. Energie intelligent bereitzustellen heißt in diesem Zusammenhang vor allem, Antriebe bedarfsgerecht zu dimensionieren und zu regeln. Entscheidende Voraussetzung dafür ist es, genau zu wissen, wie viel Energie überhaupt für den Prozess benötigt wird und ob dieser Bedarf konstant ist oder sich ändert. Zu bedenken ist außerdem, ob die Regelung des Antriebs über einen Umrichter zu einer Senkung des Energieverbrauchs führt.
Hintergrund ist, dass im Teillastbetrieb fast alle Antriebskomponenten mit einem schlechteren Wirkungsgrad arbeiten. Für den mechanischen Prozess muss deshalb verhältnismäßig mehr elektrische Energie und damit auch mehr Verlustleistung aufgebracht werden. Eine genaue Dimensionierung der Antriebslösung setzt deshalb beim lastabhängigen Leistungsbedarf an. Dieser ergibt sich aus der geforderten Leistung an der Antriebs- oder Abtriebswelle. Je genauer die Anforderungen an die zu betreibende Maschine bekannt sind, desto genauer können die Antriebskomponenten ausgewählt werden.
Lenze bietet ein optimal auf diese Aufgabe zugeschnittenes Antriebsauslegungswerkzeug an, den „Drive Solution Designer“ (DSD). Dieser verfügt über umfangreiche Bibliotheken von Applikationen und deren spezifischen Berechnungen. Das DSD-Programm führt den Bediener durch die verschiedenen Auswahlmöglichkeiten der Produktebenen und bietet Vergleichsmöglichkeiten zwischen mehreren Antriebslösungen mit dem sogenannten „Energiepass“ an. Mit diesem Protokoll lässt sich der Energiebedarf eines Antriebsstranges und der einzelnen Komponenten berechnen. Zusätzlich kann die rückspeisbare Energie berechnet werden, die über den DC-Bus ausgetauscht oder über ein Rückspeisemodul in das Versorgungsnetz zurückgeführt werden könnte.
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