16.07.2010 | Redakteur: Peter Steinmüller

Im Mai 2010 haben die Auftragseingänge in der deutschen Elektroindustrie um 26% im Vergleich zum Vorjahr zugelegt, meldet der ZVEI (Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie).
„Die stärksten Impulse kamen vom Auslandsgeschäft. Während aus dem Inland 16% mehr Bestellungen eingingen als vor einem Jahr, zogen die Auslandsbestellungen um 38% an“, sagt ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. Zwischen Januar und Mai dieses Jahres haben die Auftragseingänge ihr Vorjahresniveau um 23% übertroffen. Gegenüber dem Vormonat sind die Bestellungen im Mai arbeitstäglich und saisonbereinigt um 3% gestiegen.
Der Umsatz mit elektrotechnischen und elektronischen Erzeugnissen lag im Mai 19% über dem Wert des Vorjahrs. „Auf Jahresbasis hat er damit jetzt zum fünften Mal in Folge mit wachsender Rate weiter zugelegt“, sagte Dr. Gontermann. Über den gesamten Zeitraum von Januar bis Mai übertraf der Umsatz sein Vorjahreslevel um 13% (Inlandsumsatz: 10%, Auslandsumsatz: 16%). Im Vormonatsvergleich legte der Umsatz im Mai arbeitstäglich und saisonbereinigt um 3% zu.
Die preisbereinigte Produktion der Elektrounternehmen hat ihren Vorjahreswert im Mai um 16% überschritten. Kumuliert von Januar bis Mai dieses Jahres ist sie um 9% gegenüber dem Vorjahr gewachsen. Verglichen mit dem Vormonat lag die Produktion im Mai arbeitstäglich und saisonbereinigt um 4% höher.
29% der Branchenunternehmen wollen ihren Ausstoß in den kommenden drei Monaten erhöhen. 65% der Firmen planen eine Aufrechterhaltung ihres gegenwärtigen Produktionsniveaus, nur 6% wollen es zurückfahren. Im Juni haben die Unternehmen der Elektroindustrie ihre Geschäftslage deutlich besser eingeschätzt als im Mai.
„Insgesamt liegt die Lagebeurteilung jetzt wieder auf dem Niveau, das sie vor der Lehman-Brothers-Pleite im September 2008 hatte“, sagte Dr. Gontermann. Die Erwartungen für die kommenden sechs Monate haben sich im Juni etwas eingetrübt. Das gesamte Geschäftsklima in der Elektroindustrie als Mittel aus Lagebeurteilung und Erwartungen ist im Juni allerdings leicht gestiegen.
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