17.10.11 | Autor / Redakteur: Michael Neuhaus / Stefanie Michel

Der Ausstieg aus der Atomenergie fördert die Umstellung auf erneuerbare Energien. Die Nutzung von Energie aus Wind, Sonne und Biogas bietet einen immer größeren Markt für Wälz- und Gleitlager. Deren Voraussetzung für den Einsatz: energieeffizient müssen sie sein.
Der CO2-Ausstoß soll drastisch reduziert werden. So werden in den kommenden Jahren alternative Energieformen immer mehr an Bedeutung gewinnen – ein immer größerer Markt für Wälz- und Gleitlager. Energieeffizienz spielt dabei eine große Rolle – sowohl bei der Energienutzung als auch bei den Wälzlagern. Windkraftanlagen gibt es mit und ohne Getriebe. In den Varianten mit Getrieben kommen unterschiedliche Kombinationen zu Einsatz: ein Planeten- und ein Stirnradgetriebe, zwei Stirnradgetriebe, zwei Planeten- und ein Stirnradgetriebe oder je nach Hersteller eine andere gewählte Kombination.
Durch den Einsatz der Getriebe wird gezielt das Drehmoment zwischen den Rotoren und dem Generator beeinflusst: Die Rotorwelle dreht sich langsam, jedoch mit hohem Drehmoment, während sich der Generator sehr schnell mit niedrigem Drehmoment dreht. Dazwischen übersetzt das Getriebe die Drehzahl.
In den Getrieben für Windkraftanlagen werden vor allem Rillenkugellager, Zylinderrollenlager, Axialpendelrollenlager und Kegelrollenlager eingesetzt. LFD produziert in der eigenen Rillenkugellagerherstellung nach deutschen Standards. Derzeit werden weitere vollautomatisierte Fertigungslinien aufgebaut, um die Lieferkapazität künftig aufzustocken. Als Zulieferer an die Getriebehersteller werden hier hohe Anforderungen in Bezug auf Lebensdauer und Betriebssicherheit gestellt.
Für die Rotorblattverstellung bietet das Tochterunternehmen DGT Gelenklagertechnik GmbH Gelenkköpfe an, die es ermöglichen, einen optimalen Anstellwinkel der Rotorblätter zu erzielen. Während Gelenkköpfe früher vorwiegend mit wartungspflichtigen Gelenklagern ausgestattet wurden, die eine aufwendige Wartung erforderten, sind heute meist wartungsfreie Ge-lenklager der neusten Generation im Einsatz. Sie erleichtern den Anlagenbetreibern die Arbeit, reduzieren Kosten und schonen die Umwelt dauerhaft.
Im Solarbereich geht der Trend hin zu nachgeführten Photovoltaikanlagen. Während fest ausgerichtete Anlagen am Tag nur etwa 2 Stunden lang ihr Leistungshoch zur Verfügung stellen, schöpfen nachgeführte Module deutlich mehr Energie aus dem täglichen Sonnenlichtangebot. Gerade in diesem Bereich finden sich umfangreiche Anwendungen für Radial- und Schräggelenklager. Nachführungssysteme mit Drehachse garantieren eine permanente Ausrichtung nach dem Sonnenstand. Auch hier werden aufgrund der Einsatzbedingungen wartungsfreie Lösungen favorisiert. Unter extremen Umgebungseinflüssen, wie beispielsweise in den Tropen, kommen auch rostfreie Gelenklager und Gelenkköpfe zum Einsatz.
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