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Energieeffiziente Produkte lassen elektrische Antriebstechnik weiter wachsen

09.12.11 | Redakteur: Reinhold Schäfer

Günter Baumüller, stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Elektrische Antriebe, ZVEI, ist weiterhin optimistisch. (Bild: ZVEI)
Günter Baumüller, stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Elektrische Antriebe, ZVEI, ist weiterhin optimistisch. (Bild: ZVEI)

Für das Jahr 2011 erwarten die Hersteller von elektrischen Antrieben einen Anstieg des Umsatzes um 17% auf 10,4 Mrd. Euro. Zu den Wachstumstreibern gehört die unerwartet starke Nachfrage im Standardgeschäft mit Industriemotoren und Frequenzumrichtern.

„Nach dem historischen Einbruch im Jahr 2009 sorgt insbesondere der unerwartete Nachfrageboom im Standardgeschäft mit Industriemotoren und Frequenzumrichtern dafür, dass das Niveau des Spitzenjahrs 2008 in diesem Jahr voraussichtlich nur um knapp 2% verfehlt wird", erklärte Günter Baumüller, stellvertretender Vorsitzender des Fachbereichs Elektrische Antriebe auf der Pressekonferenz des Fachverbandes Automation auf der Fachmesse SPS/IPC/Drives in Nürnberg. Ingesamt erwarten die Hersteller von elektrischen Antrieben im Jahr 2011 einen Anstieg des Umsatzes um 17% auf 10,4 Mrd. Euro.

ZVEI rechnet für das nächste Halbjahr mit leichtem Aufwärtstrend

Mit einem erwarteten Plus von 35% im Jahr 2011 übertreffen die Antriebsstromrichter zur Drehzahlregelung von Motoren das Spitzenjahr 2008 deutlich, so Baumüller. Der Umsatz mit Niederspannungsmotoren wachse voraussichtlich um 16% und verfehle damit nur knapp das Spitzenjahr 2008. Nicht ganz so stürmisch verlaufe das Geschäft mit Kleinmotoren. Nach plus 20% im Jahr 2010 liege das Wachstum im laufenden Jahr voraussichtlich bei 11%.

„Die vom Projektgeschäft abhängigen Großmaschinen wurden zeitversetzt von der Krise erfasst und erholen sich nur langsam von dem Konjunktureinbruch“, erläutert Baumüller. Die Lage der elektrischen Antriebstechnik bildet im Wesentlichen die Situation der Hauptabnehmerbranchen ab, insbesondere die des Maschinenbaus und der Automobilindustrie. „Die Indikatoren zeigen, dass wir auf Sicht von sechs Monaten mit einem weiteren leichten Aufwärtstrend für die Antriebstechnik rechnen können", so Baumüller. „Wir sind nicht mehr euphorisch, aber die Tendenz ist weiterhin positiv. Für 2012 erwarten wir für die Produktion ein Plus von mindestens fünf Prozent."

Energieeffizienz ist Trend

Seit dem 16. Juni 2011 dürfen in der Europäischen Union nur noch Elektromotore der internationalen Energieeffizienzklasse IE2 in Verkehr gebracht werden. Damit greift die erste Stufe der europäischen Motorenverordnung, mit der die Europäische Kommission das Ziel einer nachhaltigen CO2-Reduktion bei energiebetriebenen Produkten verfolgt.

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