Kugellager

SKF muss im ersten Halbjahr 2009 deutliche Einbußen hinnehmen

21.07.2009 | Redakteur: Stéphane Itasse

„Vor dem Hintergrund des derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds zeigten wir eine gute Leistung“, kommentierte SKF-Konzernchef Tom Johnstone die aktuellen Unternehmensergebnisse. Bild: SKF

Der schwedische Kugellager-Konzern SKF hat im ersten Halbjahr 2009 deutliche Umsatzrückgänge und einen Einbruch beim Gewinn hinnehmen müssen. Wie das Unternehmen mitteilt, erreichte der Umsatz 29,016 Mrd. Schwedische Kronen (etwa 2,633 Mrd. Euro) nach 31,678 Mrd. Kronen im ersten Halbjahr 2008. Der Gewinn sank um mehr als 70%. Allerdings stabilisiert sich die Lage langsam.

Das operative Ergebnis von SKF erreichte im ersten Halbjahr 2009 nur noch 1,242 Mrd. Kronen, im Vergleichszeitraum 2008 waren es noch 4,175 Mrd. Kronen. Im zweiten Quartal sind laut SKF-Mitteilung Ausgaben für Umstrukturierungen von 500 Mio. Kronen enthalten, wovon etwa 480 Mio. Kronen auf im zweiten Quartal eingeleitete Programme entfallen. Die Ausgaben für das erste Halbjahr beliefen sich auf circa 675 Mio. Kronen.

SKF-Konzernchef lobt gute Leistung

„Wir hatten einen sehr guten Cash-flow im zweiten Quartal und zeigten vor dem Hintergrund des derzeit schwierigen wirtschaftlichen Umfelds eine gute Leistung“, kommentierte Konzernchef Tom Johnstone die Ergebnisse. Der Nachfrage-Rückgang gegenüber dem Vorjahr sei dramatisch gewesen; dieser Trend scheine sich für die Gruppe aber abzuschwächen.

Zudem seien positive Auswirkungen der Kostenreduzierungen zu sehen. „Diese und bereits eingeleitete Maßnahmen werden in diesem Jahr zu Einsparungen in Höhe von etwa 800 Mio. Kronen ab Mitte nächsten Jahres führen“, führte Johnstone weiter aus.

SKF sieht Stabilisierung der Nachfrage

Für das dritte Quartal erwartet SKF in allen Sparten und Regionen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr. Verglichen mit dem zweiten Quartal geht das Unternehmen allerdings von einer stabilen Nachfrage aus. Es werde erwartet, dass sie in Europa niedriger, in Nordamerika nahezu unverändert und in Asien und Lateinamerika leicht höher sein wird. Für die Automotive Division werde eine geringfügig höhere, für die Service Division eine nahezu unveränderte und für die Industrial Division eine etwas niedrigere Nachfrage erwartet.

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