20.01.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Im Rahmen einer Kooperationsvereinbarung stellt E-Manufacturing-Spezialist EOS eine Laser-Sinter-Anlage vom Typ Formiga P 100 zur Verfügung, für die an der Hochschule eigens ein Labor eingerichtet wurde.
Im Sinne einer am neuesten Stand der Technik ausgerichteten Lehre soll dieses Schichtbauverfahren einen wichtigen Platz im anwendungsorientierten Studienangebot und der praktischen Ausbildung an der Hochschule einnehmen. EOS entwickelt und vermarktet seit 1989 Systeme und Werkstoffe für Schichtbauverfahren. Mit diesem Verfahren lassen sich komplexe und hochwertige Produkte ohne Formen und Werkzeuge fertigen. Die Studierenden können sich so im Umgang mit diesem neuen Produktionsverfahren umfangreiches und detailliertes Prozesswissen aneignen und sind damit gut vorbereitet auf ihren Eintritt ins Berufsleben.
Die Hochschule München bildet Ingenieure für die Bereiche Maschinenbau, Fahrzeugbau, Luft- und Raumfahrt aus. In ihrem späteren Berufsleben sind sie in der Regel für Konzeption, Ausarbeitung und Realisierung komplexer Gesamtsysteme wie Maschinen, Fahrzeuge und Flugzeuge zuständig - jene Wirtschaftszweige, die mit die stärksten Wirtschafts- und insbesondere Exportbereiche der Bundesrepublik Deutschland sind.
Schichtbauverfahren wie das Laser-Sintern erlangen seit ihrer Markteinführung in den 90er Jahren durch stetige Innovation neben ihrer mittlerweile unverzichtbaren Rolle in der Prototypenfertigung auch eine zunehmende Bedeutung als Produktionsverfahren. Schon heute ist absehbar, dass diese Bedeutung in den nächsten Jahren weiter stark zunehmen wird.
Laser-Sintern eröffnet nicht nur dem Produktdesign einen größeren Spielraum, sondern macht die wirtschaftliche Fertigung ganz neuer Produkte überhaupt erst möglich. Die Geschwindigkeit, mit der die Potenziale von Schichtbauverfahren wie dem Laser-Sintern in eine erhöhte Wettbewerbsfähigkeit eines Wirtschaftsraumes umgesetzt werden können, hängt damit nicht zuletzt auch von der Fähigkeit der Hochschulen ab, entsprechende Lehrinhalte zur Verfügung zu stellen und zu vermitteln.
Mit der Laser-Sinter-Anlage Formiga P 100 hat EOS der Hochschule München ein modernes Lasersinter-Kompaktsystem zur Verfügung gestellt, das angesichts von vergleichsweise niedrigen Investitionskosten und Platzbedarfs das ideale Einstiegsmodell in das Thema E-Manufacturing ist. Mit einem Bauraum von 200 mm x 250 mm x 330 mm können damit innerhalb weniger Stunden Kunststoffprodukte aus Polyamid und Polystyrol direkt aus CAD Daten produziert werden.
Die Laser-Sinter-Anlage Formiga P 100 eignet sich besonders für die wirtschaftliche Produktion von Serienbauteilen, insbesondere individualisierter Produkte mit komplexen Geometrien, aber auch für die rasche Herstellung von voll funktionsfähigen Prototypen. Die extrem kurzen Durchlaufzeiten liegen bei weniger als 24 Stunden.
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