19.03.2010 | Redakteur: Josef-Martin Kraus

Um Qualität und Reproduzierbarkeit beim Lasercusing zu maximieren, hat Concept Laser in Lichtenfels ein besonderes Qualitätsmanagementsystem entwickelt. Es deckt nicht nur alle Stufen des Laserschmelzens (Lasercusing) ab, sondern ermöglicht auch eine Echtzeitüberwachung des Schmelzpools: Der schichtweise Aufbau von Metallteilen aus Pulver wird mit Hilfe mehrerer Tausend Aufnahmen pro Sekunde erfasst und analysiert.
Die Maschinensoftware übernimmt dann die Auswertung der Schmelzespur. Pilotpartner ist das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln. Dort nutzt die Abteilung „Systemhaus Technik“ das Lasercusing für die Forschung. Die Auswertung der Prozessdaten kann kundenspezifischen Belangen angepasst werden. Das ist wichtig für eine Dokumentation, wie sie die Luftfahrt- und Medizintechnik fordert.
Alle Überwachungsfunktionen sind daher im System gebündelt: von der Pulveraufbereitung, über die Temperaturführung in wichtigen Anlagenkomponenten bis zum Aufschweißen des Pulvers im Mikrometermaßstab. Eine Kernfunktion ist dabei das Belichten einzelner, 20 bis 50 µm hoher Schichten nach dem „Island-Prinzip“. Stochastisch ausgewählt werden die Segmente einer Schicht sukzessive behandelt. Diese Strategie ermögliche eine signifikante Reduktion von Spannungen im Bauteil, so Dr.-Ing. Florian Bechmann, Leiter Entwicklung bei Concept Laser.
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