10.01.12 | Redakteur: Kirsten Haubert

Die JEC Europe öffnet ihre Türen in Paris, Porte de Versailles, vom 27. bis 29. März 2012. Ehrengastland wird in diesem Jahr Großbritannien sein, um so eine der innovativsten Verbundwerkstoffindustrien Europas weiter zu fördern. Innovation ist neben Automatisierung und Recycelbarkeit eines der Hauptthemen der Messe.
Innovation ist die treibende Kraft für die Weiterentwicklung der Verbundwerkstoffindustrie. Das stete Wachstum dieses Marktes beruht in erster Linie auf der Innovationsstärke seiner Akteure und Kunden. Innerhalb eines Jahrzehnts ist es der Branche gelungen, sich in regionalen, nationalen und internationalen Clustern, Unternehmensverbänden und Forschungszentren zu organisieren.
Die Innovationsprozesse auf diesem Markt stehen im Mittelpunkt der Messe JEC Europe 2012 und ihrer Fachvorträge. So betont auch Frédérique Mutel, Präsidentin und CEO der JEC-Gruppe: „Der weltweite Verbundwerkstoffmarkt, der im Jahr 2000 ein Volumen von 38 Mrd. Euro umfasste, hat für das Jahr 2011 einen Wert von 72 Mrd. Euro erreicht. Wir rechnen mit weiterem Wachstum auf allen Kontinenten. Mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von 6% pro Jahr wird unsere Branche 2015 bereits 91 Mrd. Euro erwirtschaften.“
Dank zahlreicher beachtenswerter Kooperationszusammenschlüsse konnte die Verbundwerkstoffindustrie Neuerungen hervorbringen und ihre Kapazitäten auf Märkten ausweiten, in denen Verbundwerkstoffe schon heute eine bedeutende Rolle spielen, wie im Schifffahrtswesen oder im Baubereich, erläutert Mutel weiter. In anderen Industriezweigen hätten spezialisierte Cluster dafür gesorgt, dass Verbundwerkstoffe sich weiter durchsetzen. „So ist zum Beispiel die Verwendung von Composites in Flugzeugstrukturen von 35% auf 50% gestiegen. In der Automobilbranche führen länderübergreifende Wertschöpfungsketten zu tiefgreifenden Veränderungen, sei es im Bereich der Strukturkomponenten oder im Bereich der Motorraumteile“, wie die Präsidentin der JEC-Gruppe sagt. Chassis aus Karbon oder auch Nanoröhren, die in den Speichereinrichtungen für elektrische Energie in Elektro-Autos verwendet werden, seien hier nur zwei Beispiele von vielen.
Neben Innovationsnetzwerken liegt der Fokus der Messe auf der Automatisierung und dem Recycling von Verbundwerkstoffen. Die Automatisierung betrifft ein weites Feld, angefangen bei Maschinen über Software bis hin zur Integration sämtlicher Herstellungsschritte.
Die bedeutendsten Fortschritte der vergangenen zehn Jahre stammen hier laut JEC-Gruppe zu einem großen Teil aus Nordamerika und insbesondere aus dem europäischen Markt, der den höchsten Automatisierungsgrad aufweist: 83% im Vergleich zu beispielsweise 70% in Asien.
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