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Outsourcing

IT-Outsourcing ohne Entlassungen

| Autor / Redakteur: Uwe Lachermund / Robert Horn

Die Verlagerung des Einsatzgebietes der firmeneigenen IT-Abteilung - weg von Standardaufgaben, hin zu firmenspezifischen Prozessen - war eine strategisch kluge Entscheidung.
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Die Verlagerung des Einsatzgebietes der firmeneigenen IT-Abteilung - weg von Standardaufgaben, hin zu firmenspezifischen Prozessen - war eine strategisch kluge Entscheidung. (Bild: © determined - Fotolia.com)

Dass ein IT-Outsourcing im Mittelstand keinen personellen Kahl-schlag mit sich bringen muss, zeigt das Beispiel eines Laser-schweißtechnik-Spezialisten. Das Outsourcing wurde hier sogar in enger Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern durchgeführt. Das Ergebnis: eine völlig neu aufgestellte IT, die auch den künftigen Anforderungen der Industrie 4.0 gewachsen ist.

Der Anlass für das IT-Outsourcing bei Ferro Umformtechnik aus Stadtlohn war alles andere als erfreulich: Ende 2013 war die IT des auf Laserschweißtechnik spezialisierten Unternehmens ausgefallen. Die Website ließ sich mehrere Tage lang nicht aufrufen, der E-Mail-Verkehr lag lahm. Der Grund: Wegen gravierender Sicherheitsmängel waren die Systeme einem Virenangriff erlegen. Der Firmenchef beschloss, die IT mit der Hilfe eines externen Beraters komplett neu aufzustellen. Durch gezieltes Outsourcing sollte die Sicherheit gewährleistet, eine Kostenersparnis erzielt und die IT besser auf das Unternehmen zugeschnitten werden.

Der Angst entgegenwirken

Für die IT-Mitarbeiter war diese Entscheidung Anlass zur Unruhe. Sie fürchteten um ihren Arbeitsplatz und verfielen in eine ängstliche Haltung. Genau diesen Effekt jedoch galt es zu vermeiden. Denn die firmeneigenen Experten wurden und werden auch weiterhin gebraucht. Als externer Berater für IT-Themen musste Axxcon vermitteln, dass statt der Entlassung neue Herausforderungen warten. Außerdem wollten sich die externen Berater als Interimsmanager in einigen Monaten wieder überflüssig machen.

Eigene Mitarbeiter einbinden

Bis dahin jedoch war es die Aufgabe, Ordnung in die bestehenden Strukturen zu bringen. So hatte sich das Unternehmen mit heute 250 Mitarbeitern in den vergangenen Jahren über schnelles Wachstum und volle Auftragsbücher gefreut. In der zentralen IT-Abteilung jedoch herrschte weiterhin die Devise: Alles, was wir an Technik brauchen, machen wir am besten selbst. Das führte nicht nur zu einer Überforderung der Mitarbeiter, sondern auch in vielen Punkten nicht zu optimalen Ergebnissen. Folglich war es sinnvoll, Aufgaben abzugeben.

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