29.05.2009 | Autor / Redakteur: Dirk Liedtke / Peter Steinmüller

Die Krise macht aus vielen Unternehmern Getriebene: Banken frieren Gelder ein, kündigen Kreditlinien, gewöhnliche Avalverpflichtungen werden zur Herausforderung. In solch schwieriger Lage kann ein Investor frisches Geld verschaffen. Doch bei der Partnerwahl sollte jeder Firmenchef sorgfältig seine eigenen Ziele definieren.
Jeder Unternehmer ist grundsätzlich bestrebt, seine Unabhängigkeit zu wahren. Entsprechend ist in den allermeisten Fällen massiver äußerer Druck der Anlass, sich auf die Suche nach einem Investor zu begeben: sei es, dass die schlechte Auftragslage das Eigenkapital aufgebraucht hat, sei es, dass sich die Bank wegen ihrer eigenen Probleme weigert, das weitere Wachstum zu finanzieren. Mancher Mittelständler fühlt sich gar persönlich den massiven Marktveränderungen nicht gewachsen und möchte die drückende Verantwortung abgeben.
Je nachdem, welche dieser Anlässe und weiterer Umstände die Suche nach dem Investor auslösen, ergibt sich eine Vielzahl von Anforderungen an den Finanzpartner (siehe Checkliste). Diese Aspekte muss der Firmenchef zunächst sortieren, um ein klares Suchprofil zu erhalten.

Erst wenn ein klares Profil vorliegt, sollte der Unternehmer die möglichen Investoren genau betrachten. Grundsätzlich unterscheiden Akquisitionsfachleute reine Finanzinvestoren von strategischen Partnern aus der eigenen Branche.
Finanzinvestoren sind in der Regel Partner auf Zeit und „Geldgeber“. Sie stellen Wachstumskapital zur Verfügung, bedienen aber auch akuten Kapitalbedarf. Als strategische Partner kommen Wettbewerber oder Maschinenbaukonglomerate in Frage.
Diese Interessenten wollen in einer Partnerschaft technologische Diversifikation erreichen oder den Vertrieb ausbauen. Mit beiden Gruppen sind sowohl Mehrheits- als auch Minderheitsbeteiligungen möglich.
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