12.03.2010 | Redakteur: Stéphane Itasse

Kleine und mittlere Unternehmen waren 2009 von der Wirtschaftskrise zwar stark betroffen, erwiesen sich aber insgesamt als Stabilisatoren der Konjunktur. Während die mehr auf den Weltmarkt ausgerichteten Großunternehmen von der Rezession besonders erfasst wurden, traf die Krise den stärker auf das Inland ausgerichteten Mittelstand weniger, wie die KfW in ihrem Mittelstands-Monitor ermittelt hat.
Trotz der krisenbedingt schlechten Ertragslage hat die Investitionsbereitschaft vieler Mittelständler nur begrenzt nachgelassen, wie es in der Mitteilung über den Mittelstandsonitor 2010 heißt, der von KfW, dem Verband der Vereine Creditreform, dem IfM Bonn, dem RWI Essen und dem ZEW Mannheim erstellt wurde. Viele Unternehmen planten zumindest Ersatz- und Rationalisierungsinvestitionen, um ihre Produktionsanlagen nicht veralten zu lassen.
Zugleich sei ein Großteil der kleinen und mittleren Unternehmen trotz der Krise bestrebt, knappes Fachpersonal an sich zu binden. Das konjunkturelle Umfeld bleibe indessen sehr fragil: Der für 2010 erwartete BIP-Zuwachs von knapp 1,5% sei zu gering, um die Krisenfolgen rasch zu überwinden.
Der aktuelle Mittelstandsmonitor zeigt einen deutlichen Anstieg der Existenzgründungen im Jahr 2009 gegenüber dem Vorjahr, heißt es. Der Grund hierfür sei vor allem die Verschlechterung der Arbeitsmarktlage infolge der Krise. Gründungen als Ausweg aus der Arbeitslosigkeit machten einen erheblichen Teil des gesamten Gründungsgeschehens in Deutschland aus.
Dabei würden Gründer aus der Arbeitslosigkeit im Durchschnitt kleinere Projekte starten, so genannte Notgründungen würden häufiger als andere Gründungen bereits nach kurzer Zeit wieder beendet.
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