Produkt-Informations-Management

Produktkommunikation beeinflusst den Unternehmenserfolg

13.06.2008 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier

„In den dynamischen Märkten wie wir sie erleben, hat der einen Vorteil, der aktueller auf die jeweilige Situation eingehen kann“, so Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft. Bild: Wilo

Durch die zunehmende Vernetzung der Märkte spielen Informations- und Kommunikationstechnologien eine immer zentralere Rolle – auch in der Produktkommunikation. Diese ist in wachsendem Maße durch Internationalisierung, Automatisierung und Medienvielfalt geprägt. In diesem Kontext bietet das Produkt-Informations-Mangement (PIM) einen gewichtigen Lösungsansatz.

„Wir neigen als Menschen dazu, das richtig Erkannte nicht konsequent und schnell genug umzusetzen“, war nur eine der markanten Aussagen, die die Teilnehmer auf der diesjährigen Prokom – Kongressmesse für integrierte Produktkommunikation von Prof. Dr.-Ing. Hans-Jörg Bullinger, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, zu hören bekamen.

Sein leidenschaftliches Plädoyer für mehr Innovationskraft in deutschen Unternehmen, als Voraussetzung für das wirtschaftliche Überleben in einer globalisierten Welt, war unüberhörbar.

Zwar schneide Deutschland insgesamt gesehen gut ab, was das Thema Innovationen anbelangt, doch wer die Innovationsdynamik dabei betrachte, müsse erkennen, dass Deutschland im internationalen Vergleich nicht so gut dastehe.

Dafür macht er zwei wesentliche Gründe aus: wir in Deutschland investieren zu wenig, wenn es um Innovationen geht, und, andere Länder holen auf. Deutschland nimmt zwar nach wie vor ein Spitzenniveau ein, doch sein Appell ist eindeutig: „Wir müssen dem Niveau und der Schärfe des internationalen Wettbewerbs entsprechend nachinvestieren.“

Produktkommunikation als Wettbewerbsfaktor

Wer, wie die mittelständischen Unternehmen immer stärker in internationalen Märkten tätig ist und im weltweiten Wettbewerb steht, hat mit den damit verbundenen Herausforderungen zu kämpfen: Präsenz vor Ort, Produktlebenszyklen, die immer kürzer werden oder höchste Anforderungen an eine Logistik, die weltweit funktionieren muss.

Durch die zunehmende Vernetzung der Märkte und eine steigende internationale Arbeitsteilung spielen Informations- und Kommunikationstechnologien eine immer zentralere Rolle für erfolgreiche Unternehmen. Nur wer schneller, innovativer und besser ist, wird sich im Wettbewerb durchsetzen. Dies gilt nicht nur für die Herstellung der Produkte, sondern auch für das zentrale Thema der Produktkommunikation, das zunehmend durch Internationalisierung, Automatisierung und Medienvielfalt geprägt ist.

Die Informationslieferkette ist zu langsam

Die Vertriebs- und Marketingabteilungen in den Unternehmen sehen sich heute der Aufgabenstellung gegenüber immer mehr Produkte in immer neuen Märkten an die Kunden zu bringen - bei immer kürzeren Produktzyklen. Während die Prozesse in der Entwicklung und Produktion bei vielen Firmen sehr effizient ablaufen, hinkt die Informationslieferkette (Information Supply Chain) häufig hinterher. Die Anforderung, die richtige Information zur richtigen Zeit am richtigen Ort zur Verfügung zu stellen, ist mit den herkömmlichen Methoden kaum noch zu leisten.

Hinzu kommt, dass die Kundenbindung im Rahmen der globalisierten Märkte zunehmend schwieriger zu managen ist: Eine wachsende Markttransparenz dank Internet und weltweiter Vernetzung lässt Kundenbindungen leichter erodieren. Für Unternehmen wird der Wettbewerb in der Folge härter.

Informationen müssen schneller aktualisiert werden

Wer in diesem Wettbewerb bestehen will, braucht zunehmend die Fähigkeit, seine unterschiedlichen Zielgruppen und Absatzkanäle mit allen wichtigen Informationen zu versorgen und dies international. Mit entscheidend dabei ist unter anderem die Frage der Aktualisierung dieser Informationen und Daten, denn aufgrund des harten Wettbewerbs, bleiben sie nach Einschätzung von Prof. Bullinger weniger stabil über längere Zeit als früher. „In den dynamischen Märkten wie wir sie erleben, hat der einen Vorteil, der aktueller auf die jeweilige Situation eingehen kann“, so der Wissenschaftler.

In diesem Kontext bietet das Produkt-Informations-Mangement (PIM) einen gewichtigen Ansatz. Schließlich sehen diese Systeme die Bereitstellung von Produktinformationen für den Einsatz in verschiedenen Ausgabemedien oder für unterschiedliche Standorte vor, wobei alle Daten zentral und nur einmal vorgehalten werden.

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