13.06.2008 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier
Gerade in den international agierenden mittelständischen Unternehmen müssen immer häufiger, und vor allem schneller, Marketing- und Vertriebsunterlagen, Kataloge, Websiteinhalte, Bedienungsanleitung oder Handbücher in diversen Sprachen zur Verfügung gestellt werden. Auslöser sind nicht nur die nachfragenden Kunden, sondern auch rechtliche Erfordernisse. Diese Unterlagen, fehlerfrei und in der jeweiligen Landessprache, beeinflussen im zunehmenden Maße den Erfolg von Unternehmen im globalen Markt.
Die medienneutrale Verwaltung, Pflege und Änderung der Produktinformationen in einem zentralen System bildet eine wichtige Voraussetzung. Dazu bedarf es in den Unternehmen nicht nur einer klaren Management- und IT-Strategie. Ebenso wichtig sind stringente Workflows und Prozessketten, die eine reibungslose Zusammenarbeit der vielen Beteiligten sicherstellen, die bei der Produktion technischen Dokumentationen oder Unterlagen in Print und online Beteiligt sind.
Hier schlägt die große Stunde von datenbank-basierten Anwendungen, die ein crossmediales Publizieren und darüber hinaus entsprechende Übersetzungshilfen bieten. Kongressmessen wie die Prokom stellen immer mehr die Präsentationsplattformen für die Dienstleister im Markt, die Softwarewerkzeuge und Know-how in Sachen PIM anbieten.
Die Frage nach der richtigen Dienstleister-Auswahl und damit nach der erfolgreichen PIM-Integration ins Unternehmen lässt sich eher schwer beantworten und bedarf der firmenindividuellen Analyse. Prof. Bullinger formuliert drei Kriterien, die für ihn in einem solchen Prozess maßgeblich sind:
Welche Bedeutung ein solches System beispielsweise für das Brand-Management eines Unternehmens zeigt, verdeutlichte das Beispiel der Liechtensteiner Firma Hilti, einem führenden Anbieter von Produkten und Systemen für den Profi am Bau. Dort mussten vor der Installation einer zentralen Datenbank für die Produktkommunikation alle Unterlagen jährlich neu gestaltet und angelegt werden.
Ob Broschüren, Kataloge oder Websites, der Aufwand wiederholte sich im jährlichen Turnus. Erschwerend kam hinzu, dass die Daten aus unterschiedlichen Quellen im Unternehmen bezogen werden mussten und zum Teil inkonsistent waren.
Vor dem Hintergrund, dass für die Kunden immer mehr und individueller Kataloge geplant waren, war die Einführung eines Systems oder einer Datenbank unumgänglich. Die zentrale Datenbank in Verbindung mit standardisierten Prozessen führte letztendlich auch zu einer Einheitlichkeit in Bild und Botschaften, was die klare Markenführung des Unternehmens förderte.
Mit ausschlaggebend in der Auswahlphase für ein entsprechendes System war für Andreas Wasmer, Senior Project Leader Brand Management, Hilti AG, den Testlauf mit den eigenen Daten zu fahren. Dieser zeigt dann sehr rasch, ob sich die Versprechungen der Anbieter auch in der Realität umsetzen lassen.
„Unternehmen, die es schaffen, ihre Kunden über verschiedenste Wege und Ebenen professionell und individuell anzusprechen, werden die Marktführer von morgen sein“, stellt Patricia Kastner, CEO, Content Serve klar. Die Lösung sieht sie in einem System, das die Produktdaten professionell speichern und allen Anforderungen im Medienoutput und in der Kommunikation managen kann.
Durch die Abkehr von den gegenwärtig weit verbreiteten Insellösungen hin zu einer All-in-one-Software werden die Unternehmen entlastet. Dafür sorgen standardisierte Prozesse, medienübergreifende Ausgabe und aktualisierte Datenhaltung.
Um eine solche Anwendung im Unternehmen zu implementieren bedarf es allerdings der Disziplin und Weitsicht. Gerade wenn es darum geht alle Daten zu sammeln und auf den neuesten Stand zu bringen. Mit allen Abteilungen im Unternehmen effizient dabei zusammenzuarbeiten ist, so ihre Erfahrung nicht immer ganz einfach. Wie bei so vielen Prozessen im Unternehmen, darf eben der Faktor Mensch auch beim Thema PIM und Produktkommunikation nicht unterschätzt werden.
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