bfai

Aufschwung der US-Konjunktur noch nicht in Sicht

19.08.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier

Das Investitionsklima in der US-Wirtschaft ist eher frostig geworden. Das dürfte für deutsche Exporteure nicht ohne Folgen bleiben. Bild: MM-Archiv

Der Konjunkturaufschwung in den USA lasse weiterhin auf sich warten, so die Bundesagentur für Außenwirtschaft (bfai), Köln. Zwar erfuhr das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) im 2. Quartal 2008 eine erhebliche Beschleunigung um 1,9% (auf das Jahr hochgerechnet). Allerdings interpretieren Experten dies hauptsächlich als Folge des vom US-Kongress verabschiedeten Konjunkturprogramms.

Das mit 152 Mrd. Dollar ausgestattete Konjunktur-Paket verspricht auch für das 3. Quartal noch positive Wachstumsimpulse. Hoffnungen auf eine nachhaltige Erholung der Konjunktur zur 2. Jahreshälfte 2008 machen sich allerdings nur wenige Experten.

Ob sich die US-Ökonomie derzeit in einer Rezession befindet beziehungsweise darauf zusteuert, bleibt umstritten. Insgesamt zeichnen sich die US-Konjunkturprognosen derzeit durch eine große Spannbreite aus. Nach Aussagen des Chefökonoms der Rating-Agentur Standard & Poor`s, David Wyss, wird die Talsohle der gegenwärtigen Schwächephase erst im März 2009 erreicht. Für das 3. Quartal 2008 rechnet er mit einem BIP-Wachstum von 2%, aber für die beiden Folgequartale prognostiziert Wyss BIP-Schrumpfungen. Die Federal Reserve Bank of Philadelphia rechnet allerdings schon ab Anfang 2009 mit einer nachhaltigen Beschleunigung des Wachstums.

Nachlassende Investitionsdynamik könnte deutsche Maschinenexporte dämpfen

Bei den US-Unternehmen lässt die Investitionsbereitschaft nach. Prognosen gehen für 2008 von einem signifikanten Rückgang der Gewinne nach Steuern aus. Daraus resultieren sinkende reale Anlageinvestitionen. Lagen die Zuwächse in diesem Bereich 2006 noch bei 7,5%, so wird für 2008 eine deutliche Abschwächung auf 3,5% und für 2009 eine Schrumpfung um 2,7% prognostiziert.

Die im Investitionsgütersektor sinkende Dynamik wird sich auch für deutsche Exporteure höchstwahrscheinlich negativ auswirken. Die Entwicklung der Ausfuhren in die USA hat sich aus deutscher Sicht im bisherigen Jahresverlauf jedoch positiv entwickelt.

Die Lage auf dem US-Wohnungsmarkt ist weiterhin prekär. Und der private Konsum, mit einem Anteil von rund 70% am US-BIP von entscheidender Bedeutung, weist mit einem prognostizierten Plus von 1,7% den geringsten Zuwachs seit dem Krisenjahr 1991 auf.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 266821)

Hersteller & Lieferanten

Dr. Erich TRETTER GmbH + Co.

73098 Rechberghausen | Deutschland

Firmenprofil

Pilz GmbH & Co. KG

73760 Ostfildern | Deutschland

Firmenprofil

Fluke Deutschland GmbH

79286 Glottertal | Deutschland

Firmenprofil