03.09.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier
Die deutschen Lieferungen nach Asien bleiben dynamisch – trotz der etwas abgeschwächten Erwartungen für das Wirtschaftswachstum 2008 in verschiedenen Abnehmerländern der Region. Das teilt die Kölner Bundesagentur für Außenwirtschaft (Bfai) mit.
Während der gesamte deutsche Export im 1. Halbjahr um 6,9% zulegte, stiegen die Lieferungen nach Asien/Pazifik (ohne den Nahen Osten) um 11,2%. Damit konnte die Dynamik gegenüber den ersten sechs Monaten 2007 sogar noch etwas gesteigert werden.
Ein wesentlicher Faktor für diese Entwicklung: Die Ausfuhren in die VR China – wichtigster Käufer deutscher Waren in der Region – zogen im Olympiajahr erneut deutlich an. Sie verzeichneten ein Plus von 20,6% auf knapp 17 Mrd. Euro. Noch etwas flotter voran kamen die deutschen Exporteure mit ihren Lieferungen nach Indien und Australien, derzeit auf Rang vier und fünf der Abnehmerländer in Asien/Pazifik.
Der Absatz deutscher Waren in Japan schwächelt dagegen weiterhin, wies aber zumindest wieder einen leichten Zuwachs auf (+0,7%). Nach dem Höhenflug des letzten Jahres sackten die deutschen Ausfuhren nach Vietnam in den ersten sechs Monaten 2008 deutlich ab (-26,7% auf knapp 500 Mio. Euro). Das südostasiatische Land kämpft derzeit mit einer Inflationsrate und einem Leistungsbilanzdefizit auf Rekordniveau.
Im Handel mit China verringerte sich der negative Saldo für Deutschland im 1. Halbjahr um rund 11% auf knapp 10 Mrd. Euro, weil die Einfuhren aus der Volksrepublik im gleichen Zeitraum nur um 6,5% zunahmen. Besonders dynamisch entwickelten sich die deutschen Lieferungen nach China von Kfz und Kfz-Teilen (+40%), chemischen Erzeugnissen (+33%) sowie Elektrotechnik (+31%). Die Maschinenausfuhren verzeichneten ein Plus von knapp 22%.
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