09.04.2009 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier
Was ist zu tun? Laut Rodenstock gehe es jetzt insbesondere darum, alle denkbaren Brücken zu nutzen, um Beschäftigung in den Betrieben zu sichern. Die Unternehmen nutzen dabei intensiv das Instrument der Kurzarbeit. Durch die zeitliche Begrenzung dieser Maßnahme rechnet die Verbandsspitze allerdings mit einem Rückgang der Beschäftigtenzahlen ab Jahresmitte und zum Jahresende hin.
Weiter fordert der Präsident: „Die Arbeitgeber müssen ohne weitere Bedingungen von Sozialversicherungsbeiträgen auf nicht geleistete Kurzarbeit befreit werden“. Darüber hinaus müssten zur Sicherung von Arbeitsplätzen die Möglichkeiten einer sachgrundlosen Befristung eines Arbeitsverhältnisses über die bisherige Höchstdauer von zwei Jahren hinaus ausgeweitet werden.
Trotz aller negativer Aspekte richtete Rodenstock sein Augenmerk aber auch auf „die wenigen kleinen Hoffnungsschimmer“ und rechnet mit einer Trendwende im kommenden Jahr. Er verwies dabei darauf, dass die scheinbare Stabilisierung bei den Öl- und Rohstoffpreisen eine allmähliche Beruhigung der Weltkonjunktur andeute. Ebenso gebe es auf den Aktienmärkten Anzeichen, dass die Bodenbildung erreicht sei.
Hoffnung macht ihm ebenso die Entwicklung in einigen Schwellenländern. So war die Industrieproduktion in China im Januar und Februar bereits wieder aufwärts gerichtet. Ähnliches gelte für Indien. „In diesen Ländern“, so Rodenstock, „ist der Bedarf sowohl an Konsumgütern als auch an Investitionsgütern unverändert hoch.“
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