04.01.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Die deutschen Exporte werden 2010 um bis zu 10% steigen, angetrieben insbesondere von der Nachfrage aus Asien. Aber auch die Ausfuhren in die EU-Staaten werden wieder an Fahrt aufnehmen, während der transatlantische Handel weiter stagnieren dürften. Dies geht aus den Ergebnissen einer aktuellen Umfrage des Bundesverbandes Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen e.V. (BGA) unter seinen Mitgliedsunternehmen hervor.
„Ob Deutschland 2009 seinen hauchdünnen Vorsprung gegenüber China im Rennen um den schmückenden Titel des Exportweltmeisters von Waren abermals verteidigen kann, ist noch offen. Die Exporte beider Länder dürften im laufenden Jahr um jeweils gut 18% gesunken sein, so dass am Ende der Dollarkurs den Ausschlag geben wird. Unser größter Konkurrent ist jedoch in Wirklichkeit unser dynamischster Kunde: Mit seinem Nachholbedarf bei Infrastruktur, Maschinen und grünen Technologien bietet China auf viele Jahre hinaus gute Exportchancen, so wie verstärkt auch die anderen großen Schwellenländer wie Indien, Brasilien und Russland“, kommentiert BGA-Präsident Anton F. Börner die Umfrageergebnisse.
„Über diesen hoffnungsvollen Signalen dürfen wir jedoch nicht vergessen, dass wir einiges aufzuholen haben. In absoluten Zahlen wird es noch mindestens bis 2012 dauern, bis die deutsche Außenwirtschaft die jüngsten Einbrüche wettmachen und wieder zu alter Stärke auflaufen kann.“ Dies verdeutliche das Ausmaß und die Schwere der Finanzmarktkrise, die immer noch nicht vollständig überwunden sei.
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