GTAI-Exportmarktanalyse

Gute Chancen winken deutschen Exporteuren in den BRIC-Staaten

04.02.2010 | Redakteur: Jürgen Schreier

Michael Pfeiffer, Geschäftsführer von Germany Trade & Invest, ermahnt die deutschen Exporteure, die traditionellen Exportmärkte in Westeuropa und den USA nicht zu vernachlässigen. Bild: GTAI

Nach den weltweiten Einbrüchen im Jahr 2009 gehen Bundesregierung, Kammern und Verbände für 2010 von einem kräftigen Anstieg in der deutschen Exportwirtschaft aus. Besonders gute Chancen bieten sich deutschen Unternehmen in den so genannten BRIC-Staaten sowie in Saudi-Arabien und der Türkei. Das geht aus einer Analyse hervor, die Germany Trade & Invest, heute in Köln vorgestellt hat.

Germany Trade & Invest (GTAI), die Gesellschaft für Außenwirtschaft und Standortmarketing der Bundesrepublik Deutschland, hat 68 Länder auf ihre Geschäftschancen für deutsche Unternehmen untersucht und die attraktivsten Märkte für das Jahr 2010 identifiziert. Als attraktiv gelten demnach Länder mit relevanter Marktgröße, sofern sie die Krise vergleichsweise rasch überwunden haben und für die gute Wachstumschancen vorhergesagt werden.

Schwerpunkt der Untersuchung waren die acht Kernbranchen der deutschen Außenwirtschaft: Maschinenbau, Automobilindustrie, Chemie, Bau, Elektronik und Informations- und Kommunikationstechnik sowie Umwelt- und Medizintechnik.

China bleibt der Exportmarkt Nummer eins

Attraktivster Exportmarkt ist China, gefolgt von Indien, Brasilien, Russland, Saudi-Arabien und der Türkei. Damit bestätigen sich laut German Trade & Invest Einschätzungen aus dem Jahr 2009, wonach die Krise vor allem eine Krise der Industriestaaten war, die Schwellenländer haben sich dagegen als bemerkenswert widerstandsfähig erwiesen.

„Das heißt aber keinesfalls, dass die traditionellen Exportmärkte in Westeuropa und den USA vernachlässigt werden dürfen. Im Gegenteil, diese Märkte muss Deutschland weiter mit großem Engagement bearbeiten. Allerdings hat die Krise auch den Blick für neue Chancen in den Schwellenländern geöffnet“, sagte Michael Pfeiffer, Geschäftsführer Germany Trade & Invest, bei der Vorstellung der Studien-Ergebnisse.

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