15.02.2010 | Redakteur: Ken Fouhy
Im Investitionsgüter-Marketing nehmen die sogenannten Web 2.0 Instrumente noch eine unwesentliche Rolle ein. „Immer mehr Unternehmen beobachten Social Media mit Argwohn, ohne auch die Chancen zu sehen“, meinte Stefan Prasse, der Geschäftsführer des VDMA Verlages, auf der Tagung „Marketing 2.0 im Maschinen- und Anlagenbau“ in Frankfurt am Main.
Nach der Engagement-DB Studie zu Social Media des US-Beratungsunternehmen Altimeter und Wetpaint seien jedoch international diejenigen Unternehmen erfolgreicher, die sich intensiv mit Social Media beschäftigten, betonte Prasse, der die Tagung auch moderiert hat.
„Alles ist machbar – nur, was ist sinnvoll?“ Mit dieser Frage brachte Veikko Wünsche, Geschäftsführer Lightwerk GmbH, Stuttgart, in seinem Vortrag „Follow me“ die Herausforderung auf dem Punkt. Für die meisten deutschen Unternehmen in den Investitionsgüterindustrien seien die Grundlagen Web 1.0 noch nicht professionell ausgebaut.
„Unternehmen müssen erst im Internet Vertrauen schaffen. Für die meisten Unternehmen ist es am sinnvollsten mit der eigenen Homepage anzufangen.“ Danach könnten die Unternehmen sich mit Blogs, Twitter, Facebook, Xing und anderen Social Media Instrumenten beschäftigen, so Wünsche.
Die Marketing-Ausgaben für Web-basierte Instrumente werden in den nächsten Jahren stark wachsen, meinte Prof. Dr. Gerald Lembke, Duale Hochschule Baden Württemberg, Mannheim. Derzeit bestimmten noch Messen, Druckschriften und Anzeigen den Marketingetat. Nach einer VDMA Studie fließen derzeit weniger als 10% des Marketingetats in die Onlinewerbung, wie Lembke berichtete.
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