Marktentwicklung

Acht Megatrends bieten Potenzial für Billionenumsätze

06.03.12 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Unternehmensberatung Bain & Company hat acht große Trends mit hohem Umsatzpotenzial für Unternehmen identifiziert, darunter die Infrastruktur. (Bild: Siemens)
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Die Unternehmensberatung Bain & Company hat acht große Trends mit hohem Umsatzpotenzial für Unternehmen identifiziert, darunter die Infrastruktur. (Bild: Siemens)

Acht makroökonomische Trends lassen das weltweite Bruttoinlandsprodukt bis zum Jahr 2020 um 40% auf 90 Bill. US-Dollar steigen, ungeachtet kurzfristiger Krisen und volatiler Märkte. Dies berichtet die Unternehmensberatung Bain & Company am Dienstag bei der ihrer Studie „The Great Eight – Trillion-Dollar Growth Trends to 2020“.

Trotz Haushaltskrise und Rezession in vielen europäischen Ländern wachse Weltwirtschaft wächst nach wie vor – 2011 um 3,8%. Diese Dynamik bleibt bis zum Ende der Dekade erhalten, wie Bain im Hinblick auf eine eigene Langfristprognose mitteilt.

Kurzfristige Krisen bremsen globales Wirtschaftswachstum nicht

Trotz der voraussichtlichen Häufung kurzfristiger Krisen in Industrie- und Schwellenländern sowie die strukturellen Veränderungen der Weltwirtschaft soll demnach das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) steigt bis zum Jahr 2020 um 27 Bill. Dollar auf 90 Bill. Dollar steigen. Das entspreche einer jährlichen Wachstumsrate von knapp 4% oder bei 7 Milliarden Menschen einem Vermögenszuwachs von 4000 Dollar pro Kopf.

Schnellere Wohlfahrtsgewinne seien in den Schwellen- und Entwicklungsländern zu erwarten; die Beratung prognostiziert hier ein jährliches Wachstum von 5,6%. Die Industriestaaten kämen auf 2,4% BIP-Wachstum; das entspreche einem Plus von 11 Bill. Dollar oder 40% des gesamten prognostizierten Wachstums.

Westliche Industriestaaten bleiben 2020 noch führend

Dieser Wohlstandsschub führe dazu, dass auch 2020 noch die Mehrheit des globalen BIP in den etablierten westlichen Staaten erwirtschaftet wird und nicht in China, Indien und anderen aufstrebenden Ländern. Der Anteil der Industriestaaten am erheblich höheren globalen BIP sinke lediglich von 65% im Jahr 2010 auf 58% 2020. „Wer die Märkte in Europa und den USA vorschnell abschreibt und seine Strategie nur noch auf die Schwellenländer ausrichtet, begeht einen gravierenden Fehler“, sagt Josef Ming, Partner bei der Unternehmensberatung.

Der Löwenanteil des zusätzlichen Wohlstands entfällt mit 15 Bill. Dollar bis 2020 unmittelbar auf den privaten Verbrauch, heißt es. Während westliche Konsumenten in erster Linie bei verbesserten, zunehmend differenzierten und personalisierten Produkten und Dienstleistungen zugreifen würden, könnten sich 1,3 Milliarden Menschen in Schwellen- und Entwicklungsländern erstmals über das Notwendige hinausgehende Wünsche erfüllen. Sie würden die kritische Grenze eines Haushaltseinkommens von 5000 Dollar pro Jahr überschreiten. Der Aufstieg von einem knappen Fünftel der Menschheit in die Mittelschicht löse einen Wohlstandsschub von 10 Bill. Dollar aus.

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