Industriedesign

Erst das richtige Design macht ein Produkt zur Marke

17.08.12 | Autor / Redakteur: Claudia Otto / Claudia Otto

Jürgen R. Schmid mit dem von Design Tech entworfenen Ypsator von Bürkle, einem Mehretagenlaminator zur Solarzellenherstellung.
Jürgen R. Schmid mit dem von Design Tech entworfenen Ypsator von Bürkle, einem Mehretagenlaminator zur Solarzellenherstellung. (Bild: Design Tech)

Das hat es so im Maschinenbau noch nicht gegeben: Statt einen Festpreis zu verlangen, erwartet Jürgen R. Schmid, Inhaber von Design Tech und Spezialist für Industriedesign, eine Beteiligung am Umsatz, den der Auftraggeber mit der Maschine macht, die der Designer für ihn entwirft.

Herr Schmid, Design ist in der Investitionsgüterindustrie noch längst keine Selbstverständlichkeit. Inwiefern profitieren entsprechende Unternehmen von den Leistungen eines Designers?

Schmid: Das ist eine Frage des spezifischen Einzelfalls. Lassen Sie mich ein paar Aspekte nennen, wie ein Industriegüterhersteller von unserer Arbeit profitiert. Nach unserem Selbstverständnis werden durch ein perfektes, situatives Design unternehmerische Ziele gefördert und zum Ausdruck gebracht. Design Tech macht nicht irgendein beliebiges Design, das attraktiv ist, sondern wir schauen uns die produktbezogene Aufgabe ganzheitlich an. Dafür leisten wir eine umfangreiche, analytische Vorarbeit. Auf dieser basiert präzise und punktgenau das einzig richtige Design, das für das einzelne Unternehmen in Frage kommt, um dann später auch den Erfolg zu beschleunigen. Das ist unser Anspruch, nach dem wir arbeiten. Um es nochmal zu betonen: Mit situativem Design lassen sich unternehmerische Ziele fördern. Wir sind weltweit das einzige Designteam, das sich auf den Investitionsgüterbereich mit Schwerpunkt Maschinenbau spezialisiert hat. Damit verbindet sich ein Leistungsangebot, das Wettbewerber kaum anbieten können. Unsere Profession ist es, Design mit echtem Mehrwert herzustellen. Wir sind dabei, unseren Kunden zehn goldene Regeln aufzustellen, um Transparenz in unsere Performance zu bringen. So beispielsweise, indem wir Marktführer sichtbar machen, ihren Bekanntheitsgrad steigern, den Absatz beschleunigen. Der Designprozess mit uns bringt in nahezu jedem Fall verborgene, unternehmerische Chancen zum Vorschein.

Was hat es mit dem von Ihnen angebotenen erfolgsabhängigen Honorarmodell auf sich?

Schmid: Wir möchten unseren Kunden zeigen, dass wir bereit sind, unternehmerisches Risiko mitzutragen. Das von uns vor fünf Jahren eingeführte Honorarmodell basiert auf einem Basishonorar und einer Beteiligung am Umsatz, den unser Auftraggeber mit der von uns entworfenen Maschine erzielt. Die Vereinbarung eines Festpreises entfällt somit. Die Höhe der prozentualen Beteiligung liegt bisher in einer Bandbreite von 1 bis 15 % – je nach Projekt. Grundlage für die Kalkulation ist unter anderem der geplante Umsatz. Wir nehmen pro Jahr bislang maximal vier Aufträge an, die nach diesem Modell abgerechnet werden. Das begrenzt das unternehmerische Risiko und unsere Vorleistung.

Ergänzendes zum Thema
Zur Person

Inhalt des Artikels:

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 33457530) | Fotos: Design Tech