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Marketing

Wie viel Social Media braucht ein Maschinenbauer?

| Autor / Redakteur: Claudia Otto / Claudia Otto

Wer seine Aktivitäten in Social Media vorab nicht klar strukturiert und entsprechende Guidelines für die Mitarbeiter verfasst, läuft Gefahr, Opfer eines Shitstorms zu werden.
Wer seine Aktivitäten in Social Media vorab nicht klar strukturiert und entsprechende Guidelines für die Mitarbeiter verfasst, läuft Gefahr, Opfer eines Shitstorms zu werden. (Bild: iStock/Stockphoto4u)

Social-Media-Jungfrauen sind im B2B-Bereich keine Seltenheit. Doch das Aufsehen um Facebook & Co. erzeugt bei vielen Unternehmen das Gefühl, auch selbst aktiv werden zu müssen. Der Einstieg sollte allerdings gut überlegt und vorbereitet sein.

Wie viel Social Media braucht ein Maschinenbauunternehmen? So lautete das Thema des Vortrags von Jörg Dambacher auf dem 6. Deutschen Maschinenbaugipfel Ende Oktober in Berlin. Dambacher ist geschäftsführender Gesellschafter der B2B-Werbeagentur RTS Rieger Team. „Wir müssen endlich mal was in Facebook machen“ ist ein Satz, den er von vielen seiner Kunden hört. Überraschenderweise ist seine Antwort darauf: „Sie müssen zunächst mal gar nichts in Facebook machen.“

Für viele Unternehmen stehen zuerst Hausaufgaben beim Thema Marke an

Denn SM bedeute, einen ernst- und dauerhaften Dialog mit seinen Kunden zu führen, sein Wissen und seine Informationen zu demokratisieren sowie Benutzer (Kunden, Mitarbeiter) als Produzenten von Inhalten über sein Unternehmen sinnvoll einzubinden. Genau dies seien auch die wichtigsten Gründe, erst mal die Finger von SM zu lassen. „Der Hype um Social Media verunsichert Unternehmen, er baut Druck auf, auf den Zug aufzuspringen“, meinte Dambacher. Er empfahl, sich das Thema zunächst mal ganz genau anzusehen.

Die sinnvolle Nutzung von Social Media setze voraus, sich über die Social-Media-Fähigkeit (oder Community-Fähigkeit) des Unternehmens im Klaren zu sein und zu wissen, welche Bedeutung man für sein Publikum (Kunden, Mitarbeiter, Investoren) hat. „Unternehmen können nicht dieselben Inhalte nehmen und einen anderen Kanal wählen. Das wird nicht funktionieren“, betonte Dambacher.

SM erfordere neue Themen, um überhaupt interessant und interaktiv sein zu können. Was zunächst für viele Unternehmen anstehe, seien Hausaufgaben beim Thema Marke. Die zentrale Frage lautet: Welche Bedeutung hat Ihr Unternehmen für Kunden und Mitarbeiter? „Wir als Agentur glauben, dass Menschen keine Produkte kaufen, sie kaufen Bedeutung“, sagte Dambacher.

Die Marke gibt Unternehmen und Produkten Bedeutung

Die Marke sei es, die Unternehmen und Produkten Bedeutung gibt. Wer also keine Markenstrategie habe, brauche sich derzeit über Social Media keine Gedanken zu machen. „Die Marke macht ein Unternehmen erst Community- und damit Social-Media-fähig“, betonte der Experte und fügte hinzu: „Ich halte es für albern, Produkte über SM verkaufen zu wollen. B2C-Unternehmen machen das auch nicht.“

Konkret biete SM einem deutschen Maschinenbauer vier Möglichkeiten: Erstens Employer Branding, da es sich hevorragend eignet, sich insbesondere jüngeren Menschen als Arbeitgeber zu präsentieren. Zweitens Kooperation und Wissen – vor allem für geschlossene Benutzerkreise. So lassen sich auf effiziente Weise internationale Entwicklungs- und Vertriebsteams verknüpfen.

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Social Media und der Maschinenbau

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