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Werkzeugmaschinen-Design

Wie Design die Bedienung von Werkzeugmaschinen erleichtert

| Autor / Redakteur: Claudia Otto / Claudia Otto

Das neue Design einer MAG-Werkzeugmaschine mit optionalem Design-Body-Kit und Bedienpult-Konzept wird auf der EMO 2013 präsentiert.
Das neue Design einer MAG-Werkzeugmaschine mit optionalem Design-Body-Kit und Bedienpult-Konzept wird auf der EMO 2013 präsentiert. (Bild: The Kaikai Company)

Schneller, präziser, effektiver – mit den Ansprüchen an die Werkzeugmaschinen wachsen auch die Ansprüche an die Bediener. Durch ein zielgerichtetes Design kann dieser Komplexität entgegengewirkt und eine Überforderung des Bedieners verhindert werden. Dies kommt schließlich auch der Bearbeitungszeit zugute.

Werkzeugmaschinen sind heutzutage von einer sehr hohen Komplexität geprägt. Um diese für die Bediener zu reduzieren, ist es laut Jürgen R. Schmid, Industriedesigner und Geschäftsführer von Design Tech mit Sitz in Ammerbuch, wichtig, immer vom Start weg die Zielsetzung zu erarbeiten: „Für wen und was bringt Vereinfachung an welcher Stelle wirtschaftlich relevanten Nutzen? Für den Anwender in der Benutzung, im Service, in den Schulungsabläufen? Die Bedienung, die Ergonomie, das Handling sind vordergründig die Kernaufgaben der Designer“, betont er und fügt hinzu: „Wir wollen und fordern von uns selbst den wirtschaftlich relevanten Nutzen für unsere Kunden.“

Daher hat das Unternehmen die Innovationsstrategie Design to success entwickelt. „Mit diesem Tool erzeugen wir methodisch und zielgenau auch nützliche Vereinfachungen“, sagt Schmid. Bevor das Designteam von Design Tech mit einem Projekt startet, führt es Bedienerbeobachtungen und -befragungen durch. „In Verbindung mit einer Videoanalyse sind unsere Kunden immer wieder überrascht, wie die Werker ihre Gesundheit und manches Mal auch ihr Leben durch waghalsige Aktionen riskieren. Dieses Fehlverhalten kann durch gezielte Maßnahmen an der Werkzeugmaschine unterbunden werden“, berichtet Schmid.

Intelligentes Vereinfachungskonzept senkt Schulungszeiten um 30 %

Das Beispiel des von Design Tech entworfenen Kadia-Bedienpanels HMC 100 zeigt, dass durch die Vereinheitlichung und eine prozessspezifische Bedienerstruktur des User Interface die Einarbeitungszeiten und die Fehlbedienungen reduziert werden können. Mit einem modularen System von Bedieneinheiten werden laut Schmid Herstell- und Logistikkosten deutlich verringert. „An einem konkreten Beispiel hat unser Auftraggeber durch ein intelligentes Vereinfachungskonzept die Schulungszeiten um 30 % verringert“, berichtet der Designer.

Mit pfiffigen Lösungen könne ohne Umbau und Demontage die Einhaltung von Container- und Palettenmaßen garantiert und somit die Logistikosten heruntergefahren werden. „Eine hoch komplexe Maschinenstruktur mit einem hochwertigen und präzisen technischen Innenleben bekommt klare Strukturen und ein schnell durchschaubares Ordnungssystem mit dem Ziel, die Hemmschwelle für Anwender und Servicepersonal deutlich zu reduzieren“, sagt Schmid. Beispiele seien die Superfinish-Maschinen Cen-Flex und Race von Supfina Grieshaber, die laut Schmid bei der Markteinführung für ihre schnelle und sichere Beherrschbarkeit vom Fachpublikum gelobt wurden. Bei der Makino F8/F9 wurde mit einer durchdachten anwenderbezogenen Maschinenstruktur und dem Verkleidungskonzept die Zugänglichkeit für den Anwender und die Kranbeladung vereinfacht und beschleunigt, wie der Designer berichtet.

Kommunikation von Mensch und Maschine im Fokus der Designer

Eine intuitive Bedienerführung ist der Anspruch, den das Designunternehmen The Kaikai Company aus München sich gesetzt hat. Tim R. Wichmann, Marketing Director und geschäftsführender Gesellschafter, erläutert dazu: „Gerade die Kommunikation von Mensch und Maschine tritt bei komplexeren Produkten immer mehr in den Vordergund. Ein aufgeräumtes Design leitet den Anwender und zeigt ihm auf, wo eine Bedienung stattfinden muss, kann oder gar nicht notwendig ist.“

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