VDMA

Wachstum bei Bau- und Baustoffmaschinen soll 2007 langsamer werden

30.01.2007 | Redakteur: Stéphane Itasse

Die Hersteller von Bau- und Baustoffmaschinen dürften auch 2007 noch Zuwächse verzeichnen, allerdings nicht mehr so starke wie noch 2006. Daten: VDMA

München (si) - Die Umsätze der deutschen Bau- und Baustoffmaschinenhersteller werden in 2006 um 16,5% auf 11,64 Mrd. Euro steigen und damit nach 2005 wieder einen neuen Rekord erzielen. Für 2007 prognostiziert der VDMA Fachverband Bau- und Baustoffmaschinen ein Wachstum für die Gesamtbranche von nochmals 6%, heißt es in einer Mitteilung vom Dienstag.

„Das wäre dann, insbesondere wegen des florierenden Exportgeschäftes, das vierte Wachstumsjahr in Folge“, sagte Fachverbands-Vorsitzender Dr. Christof Kemmann am Rande der bauma-Fachpressegespräche in München. Die Unternehmen freuten sich derzeit über einen sehr hohen Auftragsbestand, der im Durchschnitt bereits in die zweite Jahreshälfte 2007 reicht. “Einzelne Maschinenarten wie Mobilkrane und Großhydraulikbagger sind vor 2008 schon nicht mehr lieferbar”, berichtete Kemmann.

Nachfrageschub aus dem Inland

Das besonders gute Jahr 2006 sei auch auf eine Belebung der Inlandsnachfrage zurückzuführen, und zwar sowohl bei Baumaschinen, mit plus 25%, als auch bei Baustoff-, Glas- und Keramikmaschinen mit plus 16%, sagte Kemmann. Ingesamt hat die Branche im Inland in 2006 Bau- und Baustoffmaschinen im Wert von rund drei Mrd. Euro abgesetzt. Ausgelöst wurde der Nachfrageschub durch die nach zehn Jahren wieder deutlich anziehende Baukonjunktur, aber auch das verbesserte Investitionsklima.

Dazu kam, so Kemmann, die große weltweite Nachfrage, die mit starken Abflüssen von Gebrauchtmaschinen insbesondere nach Mittel- und Osteuropa einher ging. Der Fachverbands-Vorsitzende geht davon aus, dass sich der derzeitige Investitionsschub in Deutschland im kommenden Jahr fortsetzen wird, wenn auch mit leicht verringertem Tempo. So erwartet er für seine Branche für 2007 nochmals ein Plus im Inlandsgeschäft um über 8% im Durchschnitt. Einzelne Sparten wie die Erdbewegung würden aber auch deutlich im zweistelligen Bereich wachsen.

Rohstoffreiche Staaten kurbeln Export an

Auch auf den für die Branche lebenswichtigen Auslandsmärkten haben die deutschen Hersteller in 2006 noch einmal zugelegt. Die Exporte kletterten auf voraussichtlich 8,5 Mrd. Euro. Das sind rund 15% mehr als im Jahr zuvor. Der Grund dafür sei die derzeit weltweit boomende Baukonjunktur, die sich direkt auf die Geschäfte der global ausgerichteten Unternehmen niedergeschlagen habe. Vor allem die sich rasant industrialisierenden Länder und Rohstoffproduzenten wie die OPEC-Staaten sorgen für die Impulse im Exportgeschäft. Die Branche wird für 2006 im Vergleich zum Vorjahr Plusraten bei den Exporten vor allem in den Mittleren Osten (+ 45%), nach Fernost (+ 25%) und nach Europa (+ 8%) verzeichnen.

Für 2007 erwartet Kemmann, dass die Baukonjunktur weltweit weiter positive Impulse setzt und noch einmal für ein Absatzplus von rund 5% bei Bau- und Baustoffmaschinen sorgen wird. Lediglich in einzelnen Ländern in Europa, wie Frankreich und Spanien, insbesondere aber den USA spüren die Hersteller schon heute eine Verlangsamung der Entwicklung.

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