Organisation

Auftragsplanung wie geschmiert

28.09.2006 | Redakteur:

Sofern Plantafel und Arbeitsverteiler im Unternehmen vorhanden sind, fließen die Informationen auch in Abwesenheit des Chefs.

Die Firma Rupprecht im fränkischen Burgthann liefert technische Lösungen für industrielle Schmierung und Hydraulik. Damit auch in der eigenen Werkstatt alle Arbeiten wie geschmiert ablaufen, koordiniert das Unternehmen seine Aufträge mit einem Plantafelsystem und einem Arbeitsverteiler des Visualisierungs- und Organisationsmittel-Spezialisten Weigang. Durch die Fokussierung auf Industrie-Hydraulikanlagen hat der Handwerksbetrieb von Richard Rupprecht erfolgreich Anschluss an die Automobil-Industrie gefunden. Seine Kunden sind überwiegend Zulieferer der großen Autowerke in Ingolstadt und Regensburg. Für sie bietet der 50-jährige Handwerksmeister seit 1993 ein weites Dienstleistungsspektrum an, zum Beispiel Kundendienst und Wartung von Hydraulik-Pressen, Ölservice oder Druckbehälterprüfungen zusammen mit dem TÜV. Hinzu kommt die kundenspezifische Konstruktion von Schmier- und Hydraulikaggregaten, die dann als Einzelstücke oder in Kleinserien in der eigenen Maschinenbauwerkstatt gefertigt werden.Aufträge aus Bayern, Deutschland und EuropaDer Firmensitz in Burgthann, rund 25 km südöstlich von Nürnberg, ist logistisch gut gewählt: Drei Viertel der Aufträge stammen von Kunden aus einem Umkreis von weniger als 150 km. Durch Kooperations- und Wartungsverträge sind aber von Zeit zu Zeit auch deutschland- und europaweite Aufträge zu erledigen. Viel Arbeit für Richard Rupprecht und seine acht Mitarbeiter. Umso wichtiger ist es, die täglich zu bewältigenden Aufgaben und Termine gut zu koordinieren. Hierzu nutzt das Unternehmen seit rund drei Jahren Planungssysteme des Würzburger Visualisierungs- und Organisationsmittelspezialisten Weigang.Für Überblick sorgt eine 1320 mm 3 600 mm große Plantafel aus der Serie Weigang AV, die im Büro des Unternehmens eine Wand einnimmt. Das Bezeichnungsteil am linken Rand der Tafel führt die einzusetzenden Mitarbeiter auf. Nach rechts in der Längsachse bietet die Tafelfläche eine Vorschau auf die kommenden fünf Wochen, eingeteilt in die jeweils fünf Arbeitstage des Einschichtbetriebs. In die flexiblen, selbstklemmenden Bahnen werden Belegkarten mit den Aufträgen im Format A5 quer eingesteckt. Ein Farbsystem am Kopf der Karte zeigt an, ob es sich zum Beispiel um eine Warenlieferung, einen Fertigungsauftrag oder einen Servicebesuch vor Ort handelt. Auch wichtige Angebote werden – mit einer eigenen Farbe markiert – über Belegkarten in der Tafel organisiert.Arbeitverteiler aus Griffsicht-SystemWährend Bestellungen von Hydraulik-Ersatzteilen und -Zubehör direkt im Büro abgearbeitet werden, wird für Arbeitsaufträge an die Werkstatt ein Duplikat der Belegkarte erstellt, das parallel zur Planungstafel in einem Arbeitsverteiler in der Fertigung selbst geführt wird. Für den Arbeitsverteiler wählte Rupprecht das Fächersystem Griffsicht. Die stabilen Fächer aus Metall wurden schuppenförmig an der Wand montiert. Sie bieten für jeden Tag der aktuellen Woche eine Fächerspalte. Der Arbeitsverteiler wird von Richard Rupprecht am Wochenanfang mit den Auftragsbelegen bestückt. Durch den kombinierten Einsatz von Plantafel und Arbeitsverteiler ist der Informationsfluss auch ohne Anwesenheit des Chefs gewährleistet. Jeder Mitarbeiter weiß, welcher Job wann abzuarbeiten ist. Im Büro können mit Hilfe der Planungsübersicht telefonisch Termine ohne vorherige Rücksprache mit der Fertigung zugesagt werden. Kapazitätsgrenzen und Freiräume sind sofort ersichtlich. Richard Rupprecht ist mit dem erprobten Planungsverfahren sehr zufrieden. Seiner Meinung nach biete das Plantafelsystem auf pragmatischem Weg einen umfassenden Überblick über die Auftragslage und Auslastung seines Unternehmens, den er mit einem EDV- oder Ordnersystem nicht erreichen könne.

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