1. Münchener Tag des Familienunternehmens

Familienunternehmen – eine nachwachsende Ressource in der Krise

27.04.2010 | Autor / Redakteur: Martin Sonneck / Jürgen Schreier

Marktnähe und Innovationen sind gefordert

Im Hinblick auf Markt- und Kundennähe gilt gerade in Familienunternehmen der Satz „Der Kunde ist König“. Hier zeige sich vielfach, dass die viel gerühmte Kundenorientierung oftmals eine Bindung an wenige Kunden bedeute, denen man auch besonders treu sei. Dass eine solche Anhänglichkeit auch leicht in eine gefährliche Abhängigkeit führen könne, sollte nicht unterschätzt werden. Wer nur noch den Kunden sieht, könne leicht den Markt aus den Au-gen verlieren.

Rodenstock lenkte die Aufmerksamkeit der Zuhörer auch auf die oft noch ausbaufähige Innovationsdichte und internationale Verflechtung der Familienunternehmen. „Stärkere Marktorientierung durch Innovation und Internationalisierung heißt aber nicht, sich von etablierten Strategien, Kunden und Märkten zu verabschieden. Ganz im Gegenteil: Sie sichert vielmehr auch bestehende Marktpositionen gegen den zunehmenden internationalen Konkurrenzdruck“.

Damit machte Rodenstock den Familienunternehmen Mut zum Sprung auf internationale Märkte. Sie seien sehr wohl eine nachwachsende Ressource in Deutschland, die allerdings auch die richtigen Rahmenbedingungen bräuchten – ein Abschluss, der sehr wohl als Appell an die Politik verstanden werden sollte.

Martin Sonneck ist MM-Korrespondent in München.

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