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Intelligenter Produzieren

Deutschland erlebt eine Renaissance der Produktion

| Redakteur: Ken Fouhy

Eine positive Prognose gab Prof. Michael Hüther, Direktor des IW Köln, für die Entwicklung der deutschen Industrie. (Bild: IW)
Eine positive Prognose gab Prof. Michael Hüther, Direktor des IW Köln, für die Entwicklung der deutschen Industrie. (Bild: IW)

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Deutschland gehört eindeutig zu den Gewinnern der Globalisierung, stellte Prof. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft, Köln, zu Anfang des Kongresses Intelligenter Produzieren fest. Wo die industrielle Produktion in Ländern wie USA, Großbritannien oder Frankreich während der vergangenen zehn Jahre einen immer kleineren Anteil am Bruttoinlandsprodukt ausmachte, hat dieser Anteil in Deutschland zugenommen.

Zurzeit steuert das produzierende Gewerbe in Deutschland etwa 26% zum BIPs bei. Im Jahr 1995 lag diese Quote in Deutschland bei knapp 25%; 6,5% höher als in Frankreich. Heute liegt Frankreich aber 12,5% Punkte hinter Deutschland.

Mittelstand macht Deutschland zum starken Produktionsstandort

Eine Teilerklärung für die positive Entwicklung in Deutschland liegt darin, dass die politisch gelenkte Verlagerung zu Dienstleistungen, die in anderen Länder zu beobachten ist, in Deutschland nicht wirklich forciert wurde. Die breite Basis von kleinen und mittelständischen, inhabergeführten Unternehmen erklärt aber auch die Stärke Deutschlands als Produktionsstandort.

Als Gefahr für einen nachhaltigen Aufschwung sieht Hüther die politische Einmischung in einzelne Technikentscheidungen. Besser als staatlich gelenkte Entwicklungsprogramme wie Elektromobilität wären Anreizsysteme wie eine Forschungsprämie, die der Industrie die Entscheidung nach Attraktivität und Marktfähigkeit in der Produktentwicklung überlässt. Derzeit prognostiziert das IW 2,5% BIP-Wachstum für 2011 nach 3,6% im vergangenen Jahr.

Hohe Energiepreise gefährden Industrie in Deutschland

Ähnlich wie VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner sieht Hüther die Vertreibung energieintensiver Produktion wegen hoher Energiepreise als große Gefahr für den langfristigen Erfolg Deutschlands als Industriestandort. Deutschland ist aber international bei Energieeffizienz führend unter den Industrieländern, meint Hüther. Nach seinen Zahlen verbraucht die deutsche Industrie 21% weniger als Japan oder 30% weniger als Frankreich und 78% weniger als US-Unternehmen je Wertschöpfungseinheit. „Eigentlich muss die Antwort lauten: Energie- und rohstoffintensive Produktion muss nach Deutschland verlagert werden“, meint Hüther.

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