03.02.12 | Redakteur: Claudia Otto

Wettbewerbliche Rahmenbedingungen zu schaffen, sei Aufgabe des Staates. Das mahnte Ines Kolmsee, Vorstandsvorsitzende des SKW-Metallurgie-Konzerns, auf dem 2. Deutschen Kongress der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall an. Zu begrüßen sei dagegen die Allianz zur Rohstoffsicherung des BDI - eine gemeinsame Gesellschaft führender deutscher Konzerne, die seit Januar 2012 die Rohstoffproduktion und -beschaffung für die deutsche Industrie sichern soll.
Sie ist die einzige Chefin eines DAX-Konzerns: Ines Kolmsee ist Vorstandsvorsitzende des im SDAX notierten SKW-Metallurgie-Konzerns und war einer der wenigen weiblichen Teilnehmer auf dem 2. Deutschen Kongress der Weltmarktführer in Schwäbisch Hall.
Zur Rohstoffknappheit, einem der Schwerpunktthemen des Kongresses, erklärte sie, dass es primäre Aufgabe eines Staates sei, wettbewerbliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Wenn der Staat allerdings selbst als Unternehmer agiere, etwa über staatliche oder staatsnahe Unternehmen, widerspreche dies marktwirtschaftlichen Grundprinzipien.
Auch über staatliche Subventionen wie die Kohleförderung äußerte sich Kolmsee kritisch. Zur Überwindung der angebotsseitigen Marktenge bei seltenen Erden, aber auch bei Rohstoffen wie Magnesium, begrüßte sie dagegen die Allianz zur Rohstoffsicherung des BDI. Dies ist eine gemeinsame Gesellschaft führender deutscher Konzerne, die seit Januar 2012 die Rohstoffproduktion und -beschaffung für die deutsche Industrie sichern soll.
Um einen ganz anderen Rohstoff, der beim Thema Nachhaltigkeit häufig vergessen wird, bemühte sich Dr. Eberhard Veit, Vorstandsvorsitzender der Festo AG: „Deutschland hat den Rohstoff Wissen und Know-how, aber wenn man ihn nicht fördert, versiegt auch dieser Rohstoff.“
»1 »2 nächste Seite
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 31561180)