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Studie

Unternehmenswachstum benötigt einfache Strukturen

| Redakteur: Stéphane Itasse

Unternehmen, die wachsen und hoch hinaus wollen, müssen schlanke Strukturen beibehalten.
Unternehmen, die wachsen und hoch hinaus wollen, müssen schlanke Strukturen beibehalten. (SpecMode/Flickr)

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Die Erfolgsformel der besten Unternehmen ist erstaunlich einfach: Ein reproduzierbares Geschäftsmodell, verbunden mit der Konzentration auf ein starkes Kerngeschäft sowie Einfachheit, Klarheit und Anpassungsfähigkeit in den Unternehmensstrukturen. Das ist das zentrale Ergebnis einer Langzeitstudie der Unternehmensberatung Bain & Company.

Im Rahmen dieser Studie analysierten die Autoren Chris Zook und James Allen, Partner bei Bain & Company und Leiter der Global Strategy Practice, 8000 Unternehmen über einen Zeitraum von 25 Jahren und befragten fast 400 Führungskräfte weltweit. Die Studie ist soeben auch als Buch erschienen, wie die Beratungsgesellschaft am Montag mitteilt.

Nur 10 % aller Unternehmen wachsen dauerhaft profitabel

Nur ein Unternehmen von zehn schaffe es, Jahr für Jahr profitabel zu wachsen. Diese Unternehmen würden ihr Kerngeschäft ausweiten, indem sie es an sich verändernde Wettbewerbsbedingungen anpassen – und hielten gleichzeitig an den einfachen und fokussierten Unternehmensstrukturen fest, die sie so erfolgreich gemacht haben. Wachstumsschwache Unternehmen dagegen verlieren sich meist in immer komplexeren Strukturen, heißt es.

Erfolgreiche Unternehmen wie Ikea, Nike oder Apple würden die Autoren Great Repeatable Models nennen. „Die aussichtsreichsten Wachstumsstrategien basieren auf einem Geschäftsmodell, das die größten Erfolge des Unternehmens maßgeschneidert auf neue Bereiche überträgt und so die positiven Ergebnisse wiederholt“, sagt Michael Staebe, Partner bei der Unternehmensberatung in München und Mitglied der Global Strategy Practice.

Die Erfolgsformel: Das Great Repeatable Model

Mit dem Great Repeatable Model könnten Unternehmen überbordende Komplexität bekämpfen und ein erfolgreiches Geschäftsmodell entwickeln, das auf drei einfachen, doch hochwirksamen Grundprinzipien beruht. Fast die Hälfte dessen, was die leistungsstärksten von den leistungsschwächsten Unternehmen unterscheidet, hänge – branchenunabhängig – davon ab, inwieweit Unternehmen diese Prinzipien umsetzen.

Ein Beispiel für ein erfolgreiches, wiederholbares Geschäftsmodell: Nike, mit seinem klaren Markenmanagement (dem „swoosh“ als Logo), Werbeabkommen mit Sportprofis (wie Tennis-Ass Roger Federer), einem preisgekrönten Design und dem Einsatz neuer Materialien sowie einer effizienten Lieferkette in China (ohne dort Produktionsanlagen zu besitzen). Der direkte Wettbewerber Reebok hingegen, der Ende der 1980er Jahre gleich groß und bekannt war, fand keine reproduzierbare Formel und verlor stattdessen seinen Kerngeschäftsfokus, heißt es: Das Unternehmen entwarf Cowboystiefel und versuchte, in den Modebereich einzusteigen (mithilfe einer Kooperation mit Ralph Lauren). Durch dieses ständige Sich-Neu-Erfinden verlor das Unternehmen den Anschluss, die Aktie entwickelte sich schwach und selbst die Übernahme durch Adidas konnte bis heute nicht dazu beitragen, dass Reebok seine alte Form wiederfindet.

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