21.04.2008 | Redakteur: Udo Schnell

Der Fachkräftemangel kostet die deutsche Volkswirtschaft jährlich 7 Mrd. Euro. Dies ist das Ergebnis einer Untersuchung, die der Verein Deutscher Ingenieure (VDI), Düsseldorf, zusammen mit dem Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, durchgeführt hat.
„Wir haben eine weit größere Nachfrage bei Ingenieuren, als das Angebot auf dem Arbeitsmarkt hergibt“, erläutert VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs. Im dritten Jahr in Folge habe sich der Fachkräftemangel weiter verschärft. Im Jahr 2007 konnten laut Fuchs 70 000 Ingenieurstellen nicht besetzt werden. Im Vergleich zum Vorjahr sei das erneut ein deutlicher Anstieg, und zwar um rund 45%. „Vor diesem Hintergrund sollten wir uns auch über öffentliche Förderungen von Stipendien für Ingenieurwissenschaften unterhalten“, regte Fuchs an.
Eine solche Investition würde innerhalb kurzer Zeit ein Vielfaches an Wertschöpfung zur Folge haben, betonte der VDI-Direktor. Lösungen seien dringlich, so Fuchs, weil die Absolventenzahlen nicht mehr ausreichten, um altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheidende Ingenieure zu ersetzen. Für die Studie wurden 2700 Unternehmen befragt.
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