21.04.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Trotz Wirtschaftskrise ist der Arbeitsmartkt für Ingenieure nach wie vor stabil. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Vereins Deutscher Ingenieure und des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) hervor, die auf der Hannover-Messe 2009 präsentiert wurde.
So konnten 2008 konnten mindestens 64000 Ingenieurstellen nicht besetzt werde, davon knapp die Hälfte im Maschinen- und Fahrzeugbau. Bisher hat die Rezession noch nicht in voller Härte auf den Arbeitsmarkt durchgeschlagen, den VDI-Direktor Dr. Willi Fuchs als „immer noch stabilen Arbeitsmarkt für technisch Hochqualifizierte“ bezeichnete.
„Allerdings spüren auch wir die Krise“, so Fuchs weiter. So sank die Ingenieurlücke sank im 2009 auf 44000 Personen. Fuchs: „Bei einer Arbeitslosenquote von rund 2% sprechen wir aber nach wie vor von Vollbeschäftigung.“
Im vergangenen Jahr hatte der Mangel an Ingenieuren der deutschen Volkswirtschaft nach Aussagen von Fuchs erneut 6,6 Mrd. Euro gekostet. Die im Februar 2009 vom Institut der deutschen Wirtschaft, Köln, befragten 3900 Unternehmen erwarten trotz aktueller Wirtschaftskrise in den kommenden fünf Jahren eine stabile Ingenieurbeschäftigung.
Demnach plant lediglich jedes 14. Unternehmen Ingenieurstellen abzubauen. Zwei Drittel wollen die Ingenieurbeschäftigung konstant halten und sogar jedes vierte Unternehmen beabsichtigt aufzustocken.
„Das ist die einzig richtige Strategie“, so Fuchs in Hannover. „Denn nach dieser Krise kommt garantiert der nächste Aufschwung. Und wer dann die Auftragseingänge aufgrund fehlender Spezialisten nicht bedient, wird der Konkurrenz nicht standhalten können und deutliche Wettbewerbsnachteile haben.“
Es gibt noch einen weiteren Grund - so weit möglich - auf den Abbau von Ingenieurarbeitsplätzen zu verzichten. Denn in den kommenden fünf Jahren muss jedes fünfte Unternehmen Ingenieure ersetzen, die altersbedingt aus dem Erwerbsleben ausscheiden. Die Besetzung neuer Ingenieurstellen droht allerdings daran zu scheitern, dass die Zahl der Ingenieurabsolventen bestenfalls dafür reichen dürfte, entstehenden Ersatzbedarf zu decken.
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