Personalführung

Eine gestärkte Persönlichkeit schützt vor Burnout

10.07.2009 | Autor / Redakteur: Nicole Truckenbrodt / Peter Steinmüller

Gereiztheit, Konzentrationsstörungen, Panikattacken ... Die Symptome für einen nahenden Zusammenbruch sind vielfältig. Je eher sie ernst genommen werden, desto eher kann die Abwärtsspirale unterbrochen werden. Bild: MM-Archiv

Die Belastung von Führungskräften in der Krise ist enorm. Um dies durchstehen zu können, koppeln sich viele von ihren Bedürfnissen und Gefühlen ab. Das Ergebnis: Äußerlich voll funktionsfähig, fühlen sich die Manager innerlich leer und erschöpft. Wenn ein Unternehmen rechtzeitig wichtige psychische und soziale Kompetenzen vermittelt, kann es Gesundheit und Arbeitskraft seiner Mitarbeiter schützen.

Wenn der Zusammenbruch Einzelner passiert, wird er selten als Alarmsignal des Unternehmens gewertet — im Gegenteil: ein Burnout ist ganz schnell reine Privat-Sache: „Herr xy ist krank — bitte keinem weitererzählen.“

Unternehmen muss Leistungsträger gesund halten

Doch für die Gesundheit seiner Leistungsträger hat das Unternehmen eine große Verantwortung. Wer bereits durch Veränderungsprozesse und Krisen gegangen ist, weiß: Durch das persönliche Reifen und Wachsen lassen sich Herausforderungen viel leichter meistern und effektiver nutzen.

Das Burnout-Syndrom ist keine Krankheit im „üblichen Sinne“, die sich durch verschiedene, klar definierte Symptome ausdrückt, sondern vielmehr „das Ende“ einer Entwicklungslinie „nach unten“. Die Etappen beginnen häufig mit einem euphorischen Zustand, in dem keine körperlichen Grenzen mehr gekannt werden, und führen über Gereiztheit, Konzentrationsschwierigkeiten und Panikattacken hin zur Arbeitsunfähigkeit.

Burnout kann viele Ursachen haben

Die Ursachen sind so vielfältig wie individuell. Häufig existiert ein Rollenkonflikt zwischen Wunschbild und Realität, der zu einer Diskrepanz führt und negative Gefühle steigert.

Viele Führungskräfte haben zum Glück bereits die Erfahrung gemacht, dass das ehrliche und mutige Zugeben der eigenen Unsicherheit nicht als Schwäche, sondern als persönliche Stärke aufgenommen werden kann – und mit Motivation und der Bereitschaft der Mitarbeiter zum Engagement beantwortet wird! Wie kann eine effektive Investition in die Kompetenzen der Top-Leistungsträger konkret aussehen?

In fünf Stufen von der Euphorie zur Arbeitsunfähigkeit

Wie bedroht sind Sie vom Burnout?

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