Berufliche Weiterbildung

Fachkräfte akzeptieren in der Krise Weiterbildung statt Gehaltserhöhung

21.09.2009 | Redakteur: Jürgen Schreier

Viele deutsche Fach- und Führungskräfte lassen sich (in der Krise) ihre Gehaltserhöhung in Weiterbildung „auszahlen“.

Deutsche Fach- und Führungskräfte verzichten in der Krise zugunsten von Weiterbildungsangeboten auf eine Gehaltserhöhung. Das hat eine internationale Umfrage der Online-Jobbörse Stepstone ergeben, an der alleine in Deutschland 9460 Fach- und Führungskräfte teilnahmen.

Lau Umfrage geben 47% der Befragten an, dass sie derzeit in jedem Fall auf mehr Gehalt verzichten würden, wenn sie stattdessen verstärkt Weiterbildungsangebote wahrnehmen können. Weitere 44% der Befragten finden, dass diese Vorgehensweise in der gegenwärtigen Wirtschaftskrise ein sinnvolle Lösung darstellt. Einzige Einschränkung: Bei einem Aufschwung wollen sie wieder über Geld sprechen. Lediglich 9% bestehen auf mehr Geld als Vergütung für ihre beruflichen Leistungen.

Belgier und Schweden wollen lieber Geld sehen

Im internationalen Vergleich sind die deutschen Fachkräfte mit ihrem Zugeständnis in Krisenzeiten auf die Gehaltserhöhung zu verzichten vergleichsweise kooperativ. So wollen in Belgien 23% der Befragten in jedem Fall mehr Geld als Anerkennung ihrer Leistungen verdienen – ähnlich wie in Schweden, wo jeder fünfte Befragte so antwortete.

Vergleichbar den deutschen Werten sind die in Dänemark, wo die Hälfte der Teilnehmer in jedem Fall vermehrt Weiterbildungsangebote in Anspruch nehmen und dafür auf einen Lohnzuwachs verzichten würde.

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